Warum schiebst du Dinge immer wieder auf?

 

Ich sag’s dir, es ist zum Haare raufen. Heute will ich die Aufgaben für meinen Onlinekurs zum Wiedereinstieg bearbeiten. So zumindest steht es auf meinem Tagesplan.

 

Und was mach‘ ich?

 

Surfe in Social Media rum, hole noch einen Kaffee – obwohl ich weiß, dass sich mein Magen bei mehr als zwei Tassen beschwert.

Lese schnell noch eingehende E-Mails und verplempere dadurch kostbare Zeit.

Befasse mich mit der Buchhaltung, die ich eigentlich überhaupt nicht mag.

Und jetzt fange ich auch noch diesen Blogartikel an.

Ahhhhhhgggg….

 

Blog_Kleinhenz-Coaching

 

Aber warum machen wir sowas?

Aufschieben . . . ?

 

Ich bin immer ganz beruhigt, wenn mir meine Klientinnen sagen, dass sie wichtige Dinge vor sich herschieben, obwohl sie wissen, dass es nicht lange dauert.

Es geht also auch anderen Frauen – und wahrscheinlich nicht nur ihnen – so.

 

Dieses Phänomen nennt sich Prokrastination.

Die Erklärung ist:

Wir zögern, weil wir befürchten, zu scheitern.

 

Beispiele von aufgeschobenen Fragen meiner Klientinnen:

 

  • Wann starte ich am Besten mit meinem Wiedereinstieg?

 

  • Bin ich der Doppelbelastung überhaupt gewachsen?

 

  • Kann und will ich überhaupt zu meinem bisherigen Arbeitgeber zurück?

 

  • Soll ich mir besser einen anderen, familienfreundlichen Betrieb suchen?

 

  • Komme ich in meinem bisherigen Beruf noch unter?

 

  • Werde ich in der Lage sein, einen flexiblen Arbeitsplatz zu finden und ihn auch zu behalten?

 

  • Welche Kenntnisse sollte ich auffrischen?

 

  • Wie kann ich die Betreuung in den Schulferien organisieren?

 

  • Bin ich auf dem Arbeitsmarkt überhaupt noch gefragt?

 

  • Welche Kompetenzen brauche ich in der heutigen Arbeitswelt?

 

  • Was will ich und was nicht?

 

Die unterbewusste Angst vor dem Scheitern kann dich daran hindern, loszulegen.

Du kannst dir natürlich sagen, dass jetzt nicht der richtige Zeitpunkt dazu ist, aber dadurch verschiebst du dieses Gefühl weiter in die Zukunft.

 

Es gibt einige Tricks, wie du Verzögerungen vermeidest und schneller vorankommst:

 

  • Nimm dir Zeit und organisiere deine Rückkehr in den Beruf.

 

  • Setze dir kleine Zwischenziele (sogenannte Meilensteine) auf deinem Weg zurück, so überwindest du dein Gefühl der Überforderung.

 

  • Setz dir einen Zeitrahmen. Was möchtest du bis wann erreichen?

 

  • Schaff dir Freiräume – und wenn es nur 10 Minuten am Tag sind – um dich mit deinem Wiedereinstieg zu beschäftigen. Das hilft dir Schritt für Schritt vorwärts zu kommen.

 

Ich liebe es zum Beispiel, morgens, wenn noch alle schlafen, mir 30 Minuten für mich zu nehmen und das zu tun, was mir wichtig ist.

Journaling, das ich in meinem Blogbeitrag erklärt habe, hilft mir dabei, in die Gänge zu kommen.

 

Wann nimmst du dir Zeit für dich?

 

Komm in meine virtuellen Kaffeepause und stell mir deine Fragen zu deinem Wiedereinstiegs-Projekt während oder nach der Elternzeit.

Ich freue mich auf dich!

 

 

Hallo, ich bin Brigitte.

Erfolgs-Coach und Mentorin für Frauen und junge Mütter vor und nach dem Wiedereinstieg in den Beruf, damit sie erfüllt und kinderleicht in ihren Beruf zurückkehren. Und introvertierte Frauen, die mit mehr Mut & Energie ihre beruflichen Träume & Karriereziele verwirklichen.

Sei offen für Neues und lebe deine Einzigartigkeit. Gerne unterstütze ich dich dabei. Ich freue mich auf dich.

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Journaling, warum es nicht nur für Intros perfekt funktioniert

 

Ich habe mal gelesen, dass „ich schreiben soll, um zu lernen, wie ich denke“. Nicht nur für uns Introvertierte ist das relativ einfach. Wir tun uns beim Schreiben eher leicht.

Klassisches Tagebuch führen oder „Journaling“, wie es heute oft genannt wird, kann eine wirkungsvolle Methode sein, um deine Gedanken zu sortieren. Es hilft dir, langsamer zu machen und einen Schritt zurück zu treten.

Es gibt dir die dringend nötigte Zeit, um Dinge zu durchdenken und deine „Kreuz- und Quer-Gedanken“ und Gefühle aufzulösen.

Ich habe vor langer Zeit versucht, ein Tagebuch zu führen, wurde aber nicht warm damit und hatte das Gefühl, dass ich es falsch verstanden habe. Also hab‘ ich es schnell wieder aufgegeben.

Heute betrachte ich Journaling anders: Es ist ein Tool für meine täglichen To-Do‘s.

 

Ich nutze es dann, wenn ich es brauche.

 

Manchmal ist das jeden Tag im Monat, ein anderes Mal nur alle paar Tage. Mal am Morgen, bevor ich richtig in den Tag starte: Auf jeden Fall IMMER bevor ich das Handy zur Hand nehme, um zu sehen, was in der Welt da draußen auf mich wartet.

Und ein anderes Mal am Abend. Dann wird es zum Dankbarkeitsbuch für das, was ich am Tag Schönes erlebt habe.

Es hängt also ganz davon ab, was mehr Aufmerksamkeit benötigt.

Ich schreibe ein Journal, um diejenigen Dinge zu durchdenken, die mich bewegen oder ablenken. Das hat den positiven Effekt, dass ich danach klarer sehe.

Langsam wird es zu einer lieben Gewohnheit und ich habe das Gefühl, endlich zu verstehen, warum es wichtig für mich ist.

 

„In any given moment, we have two options:

To step forward into growth or back into safety.“
Abraham Maslow

 

Als Introvertierte beende ich inzwischen meinen Tag viel lieber mit meinem Journal-Buch, anstatt nach der Arbeit noch zu irgendeinem gesellschaftlichen Ereignis zu gehen.

 

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3 Gründe, warum Journaling nicht nur uns Introvertierte unterstützt

 

1. Es macht dich produktiver

 

Wenn du morgens, bevor du in den Tag startest dein Journal schreibst und die Worte aus deinem Stift fließen lässt, dann priorisierst du deinen Tag automatisch.

Du schreibst, was dich die Nacht zuvor beschäftigt hat und was dich heute erwartet und wie dein Tag verlaufen wird. Julia Cameron hat in „The Artist’s Way“ geschrieben: Beginne jeden Tag mit drei „Morgenseiten“.

Es gibt dabei kein richtig oder falsch. Schreib‘ einfach drauf los. Du synchronisierst damit deinen Tag und beseitigst geistige Unordnung und nervige Gedanken. Sie halten dich somit nicht mehr ab, dich auf die wichtigsten Aufgaben des Tages zu konzentrieren.

Mich fasziniert immer wieder, was in meinen Journaling-Minuten entsteht. Der Verstand hat noch nicht richtig angefangen zu arbeiten und zensiert sich dadurch nicht selbst.

 

Ich halte Ideen, Einsichten und Gefühle fest.

 

Wenn ich etwas noch mal tiefer nachdenken will, dann mache ich das schon mal mit einem Hinweisstrich „-“ oder ein Plus „+“.

Diese Hinweise erfordern später „zusätzliche“ Aufmerksamkeit. Es hilft mir, den Verstand zu beruhigen, da ich weiß, dass es sicher aufbewahrt wird und ich später nochmal darauf zurückgreifen kann.

Wenn ich dann in meine Tagesaufgaben starte, bin ich sehr viel fokussierter und dadurch auch produktiver. Nervige Ablenkungen sind beiseitegelegt, weil sie bereits im Journal festgehalten wurden.

 

2. Es hilft dir, mit anderen zu kommunizieren

 

Introvertierte stellen oft fest, dass es immer wieder einen gewaltigen Unterschied gibt, zwischen dem, was wir denken, und dem, was wir in Worten ausdrücken.

Ich weiß nicht, wie oft ich mir einen brillanten Monolog im Kopf ausgedacht habe. Und dann, wenn es Zeit ist, ihn in Worten auszudrücken, stocke ich, bis ich dann doch aufgebe.

Die gedachten Worte wollen einfach nicht so aus dem Mund kommen, wie ich mir das zuvor ausgemalt hatte.

Es ist irgendwie frustrierend.

Hier kommt das Journaling ins Spiel. Es ist der hilfreiche „Vermittler“ für uns Introvertierte. Es bringt unsere großartigen Ideen in die Welt (sollten wir sie ausdrücken wollen) und auf’s Papier.

Journaling ermöglicht dir, deine Ideen, Gedanken und Gefühle zu formulieren und dir einen großen Schritt näher zu bringen, damit sie in Sprache umgewandelt werden können.

Sobald ich etwas geschrieben habe, weiß ich, dass ich es jemandem auch sagen kann. Journaling ist die Brücke, die unseren inneren Verstand mit der Außenwelt verbindet.

 

3. Es beruhigt unser Denken

 

 Ein Merkmal, das uns Introvertierte regelrecht zu plagen scheint, ist das ständige Überdenken.

Natürlich ist Denken ein sehr wichtiger Teil unseres Menschseins. Aber es ist überhaupt nicht förderlich, Gedanken, die Stress in uns verursachen, immer wieder in unserem Kopf zirkulieren zu lassen.

Nur wenn du wirklich präsent bist, und nicht im Kopf oder Verstand herumirrst, kannst du für dich die richtigen Entscheidungen treffen.

 

Noch ein Fall von „zu viel des Guten“?

 

Durch das Aufschreiben unserer Gedanken, insbesondere derjenigen, die uns belasten, legen wir automatisch eine Pause ein.

Wenn ich einen stressigen Gedanken aufschreibe, sehe ich oft, wie belanglos das Problem tatsächlich ist. Oder es kommt mir plötzlich eine Lösung, an die ich zuvor mit keinem Gedanken gedacht hatte.

Ich schreibe oft bis ich mich besser fühle oder die Klarheit oder den Handlungsschritt habe, den ich suche.

Manchmal ist es schwer zu verstehen, was ich fühle oder warum ich so fühle. Ich kann zwar nicht die Art und Weise ändern, wie ich fühle, aber ich kann die Art und Weise ändern, wie ich denke.

Journaling ist eine fabelhafte Möglichkeit, meinen Verstand und mein Herz zu entpacken. Ich bekomme die Klarheit, den Kontext und die Distanz, die mir oft fehlt, wenn die Tage mal nicht so laufen.

Es kann auch eine schöne Möglichkeit sein, Ideen genauer zu betrachten und die eigene Wertschätzung für die gelungene Dinge zu vertiefen. Indem ich sie schriftlich dokumentiere, kann ich gute Zeiten noch einmal durchleben und sie mit liebevollen Details bewahren.

 

Es gibt kein richtig oder falsch.

 

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Du brauchst einige Fragen zur Inspiration, die du im Journal beantworten willst? Gerne.

 

Sie helfen dir zu starten und wenn du es regelmäßig machst, dann fliest es künftig von ganz alleine:

 

  • Was macht mich im Moment glücklich?

 

  • Was kostet mich Energie?

 

  • Was steht auf meiner To-do-Liste und wie kann ich sie priorisieren?

 

  • Für welche drei Dinge bin ich heute am dankbarsten?

 

  • Was kann ich wirklich gut?

 

  • Wo stehe ich mir im Moment selbst im Weg?

 

  • Wer unterstützt mich aktuell am meisten?

 

  • Wann habe ich dieser Person zuletzt dafür gedankt?

 

  • Was macht mir Angst und wie kann ihr begegnen?

 

  • Für was bin ich in der Zukunft dankbar? – Schreibe es so auf, als wäre es schon passiert.

 

  • Welches Problem beschäftigt mich gerade? – Worum geht es dabei wirklich?

 

  • Auf welche Leistung bin ich in dieser Woche sehr stolz?

 

  • Worin bin ich wirklich sehr gut?

 

  • Was muss ich loslassen?

 

  • Zu was werde ich nein sagen?

 

  • Was muss ich tun, um mehr Leichtigkeit zu finden?

 

  • Wann fühle ich mich im Flow?

 

  • Welche Dinge machen mir Freude?

 

  • Was möchte ich dazulernen?

 

  • Was ist ein kleines Ziel, das mich außerhalb meiner Komfortzone fordert und fördert?

 

  • Bis wann setze ich dieses kleine Ziel um?

 

  • Was tue ich diese Woche nur für mich?

 

  • Was habe ich in den letzten Tagen dazu gelernt?

 

  • Umgebe ich mich mit Menschen, die mir gut tun?

 

  • Wer raubt mir Energie?

 

  • Was hindert mich daran, Menschen die mir nicht gut tun, aus meinem Leben zu verbannen?

 

  • Was steckt wirklich dahinter? – Was noch?

 

  • Was würde ich tun, wenn ich heute erfahren würde, dass ich nur noch ein Jahr zu leben hätte?

 

  • Welchen kleinen ersten Schritt kann ich noch diese Woche in Richtung dieses Ziels gehen?

 

  • Was will ich wirklich in meinem Leben?

 

  • Heute ist der 31. Dezember dieses Jahres. Was habe ich erreicht? Geschafft? Losgelassen? Verändert?

 

  • Wie sieht mein idealer Tag aus? – Wo bin ich? Was mache ich? Wer ist dabei?

 

  • Was steht meinem Glück im Weg?

 

  • Welche wichtige Lektion habe ich kürzlich gelernt?

 

  • Habe ich Menschen um mich, die das Beste aus mir herausholen?

 

Persönliches Wachstum bedeutet immer Veränderung, vorübergehende mangelnde Klarheit und all diese verwirrenden, lähmenden, unangenehmen Gefühle, die da auftauchen.

Wir leben in einer Gesellschaft, in der die Hektik, das Getümmel und die Mentalität „Ich schlafe, wenn ich tot bin“ leider immer noch in den Vordergrund treten.

Also, wenn dein Inneres dir sagt, dass es Zeit ist, langsamer zu werden und sich nach innen zu besinnen, ist es wahrscheinlich am besten, endlich zuzuhören.

Die große Hilfe, wie ich mich persönlich neu ausrichte und Klarheit finde, besteht darin, durch Journaling Raum zu schaffen, in dem mein Gehirn nur denken und verarbeiten kann.

 

Oft genug kommt das Leben dazwischen und stellt uns vor neue Herausforderungen. 

 

Was zu überwältigenden Gefühlen und mangelnder Klarheit führen kann.

Mein Leitsatz ist es, das Beste aus dem zu machen, was ich unter Kontrolle habe, und alles, was darüber hinausgeht, bleibt dem Universum überlassen.

 

Indem ich Journaling betreibe, kann ich schnellere Entscheidungen treffen und mit mehr Vertrauen in mich weitermachen.

 

Warte nicht auf den perfekten Job, die perfekte Beziehung oder das perfekte Timing, sondern lebe dein Leben.

Der ständige Wunsch nach mehr, mehr, mehr ist ein sicherer Weg zum Burnout und du verlierst möglicherweise die Schönheit des Lebens aus den Augen.

 

Journaling wird somit zu einer Art Selbstcoaching.

 

Mein Tipp?  Kauf dir ein schönes handliches Buch und fange noch heute damit an, ein Journaling zu schreiben.

Hier drei Beispiele, die ich empfehlen kann (ich empfehle nur, was ich selbst kenne und nutze).

Klicke auf das Bild drauf, das dir gefällt. Und du erhälst weitere Infos:*

 

 

*Affiliatelink. Du zahlst den gleichen, günstigen Preis und ich erhalte einige Cent.

 

Ich wünsche dir ganz viel Erfolg beim Start deines Journaling.

 

Hallo, ich bin Brigitte.

Erfolgs-Coach und Mentorin für Frauen und junge Mütter vor und nach dem Wiedereinstieg in den Beruf, damit sie erfüllt und kinderleicht in ihren Beruf zurückkehren. Und introvertierte Frauen, die mit mehr Mut & Energie ihre beruflichen Träume & Karriereziele verwirklichen.

Sei offen für Neues und lebe deine Einzigartigkeit. Gerne unterstütze ich dich dabei. Ich freue mich auf dich.

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Kennst du deine 10 wichtigsten Emotionen, die dir Energie geben

 

Welche Emotionen sind wichtig für uns?

Gerade wir leisen Frauen werden oft falsch eingeschätzt, weil wir je nach Situation und eigener Stimmung entweder keine oder eben sehr viele Emotionen zeigen.

Kennst du deine 10 wichtigsten Emotionen, die dir die nötige Energie geben?

 

 

Neugierde

 

Wenn du dich wirklich weiterentwickeln willst, dann höre NIE auf, wissensdurstig wie ein Kind zu sein. Du kennst sicherlich die Fragen, die im Alter von drei oder vier Jahren gerne an uns Erwachsene gestellt werden, oder?

Meine kleine Nichte ist gerade drei Jahre alt geworden. Sie hinterfragt ALLES. Ihre Sätze beginnen immer mit „Warum“ oder „Wieso“. 😊

Für uns Erwachsene kann das ganz schön anstrengend werden, weil du oftmals erst selbst darüber nachdenken musst.

Wenn Kinder Neues entdecken, machen sie große Augen und staunen. Und sie hinterfragen alles.

Wir Erwachsene denken uns immer wieder etwas Neues aus, um ihre Neugierde zu wecken. So kommt keine Langeweile auf.

Bewahre auch du dir diese Eigenschaft im Erwachsenenalter. Wenn etwas neu und spannend ist, dann willst du mehr darüber erfahren und eine Aufgabe erscheint leicht zu sein, weil du automatisch dieses Wissen erwerben möchtest.

Also wecke immer wieder deine Neugierde und entdecke Neuland. Und bewahre dir deine Neugierde auf das Leben und seine interessanten Aufgaben.

So lernst du nie aus und hast Freude am Lernen. Und glaub mir, Lernen macht richtig Spaß und du lernst NIE aus!

 

Selbstvertrauen

Unerschütterliches Selbstvertrauen vermittelt dir ein Gefühl der inneren Sicherheit. Danach streben wir alle. Auch DU.

Du erlebst es aber nur dann, auch in Situationen mit denen du bisher nicht konfrontiert warst, wenn du auch an dich selbst glaubst.

Wenn Du Selbstvertrauen hast, bist du bereit, dich auch mal auf Experimente einzulassen oder alles auf eine Karte zu setzen.

Eine Möglichkeit, Selbstvertrauen und Selbstsicherheit zu entwickeln, besteht darin, sich im Alltag ständig darin zu üben. Wenn ich dich fragen würde, ob du dir zutraust, deine Zähne alleine zu putzen, würdest du wahrscheinlich sagen: „Ja klar!“ Und „Warum?“. Weil du es schon tausendmal gemacht hast!

Entwickle also dein Selbstvertrauen weiter, indem du dich ständig darin übst. Um dich selbst zum Handeln zu bewegen, musst du vertrauensvoll an eine Aufgabe herangehen.

Es ist echt ein Drama, dass viele Frauen aus Angst, dass etwas Schlimmes passieren könnte, Aufgaben meiden und sich ihre Träume nicht selbst erfüllen.

Sie haben schon im Vorfeld, nur bei dem Gedanken daran, ein unangenehmes Gefühl.

Hier kommen lediglich festgefügte Glaubenssätze zum Zug, für die du in der Regel keinerlei Referenzerlebnis hast.

Einfach nur, weil dir als Kind gesagt wurde, dass das nicht geht oder „man“ das nicht macht. Sei es von den Eltern, der Kindergärtnerin oder einem Lehrer.

Diese Blockaden im Erwachsenenalter wieder zu eliminieren kostet dich Zeit und Arbeit an deiner Persönlichkeit. Sie ist aber gut investiert und mithilfe eines Coaches, der deine „blinden Flecken“ erkennt und dich unterstützt geht es um vieles leichter und schneller.

 

 

Liebe und menschliche Wärme

Wenn du konsequent liebevoll auf deine Mitmenschen reagierst, kannst du fast alle negativen Emotionen, denen du ausgesetzt bist, zum Schmelzen bringen.

Ist jemand wütend auf dich, dann mach dir bitte Folgendes klar, um liebevoll zu bleiben:

Jede Kommunikation ist entweder eine liebevolle Reaktion oder ein Hilferuf.

Wenn jemand zu dir kommt, der sich verletzt fühlt oder wütend ist, und du begegnest ihm mit Liebe und menschlicher Wärme, wird sich seine emotionale Verfassung allmählich ändern und die Intensität seiner negativen Gefühle nachlassen.

Probiere es aus, du wirst erstaunt sein, was passiert.

 

12 Erfolgsstrategien

Lerne wie die Zusammenarbeit in der heutigen, agilen Arbeitswelt für Dich zum Kinderspiel wird, gerade wenn Du eine leise Mitarbeiterin bist.

 

Achtung und Dankbarkeit

Die stärksten Gefühle sind ausnahmslos Spielarten der Liebe. Sie sind nur unterschiedlich ausgerichtet. Für mich gehören Achtung vor den Menschen und Dankbarkeit zu den wichtigsten Empfindungen.

Sie spiegeln in Gedanken und Taten die Hochachtung und Wertschätzung aller Geschenke wider, die mir das Leben, andere Menschen und die Erfahrung gemacht haben.

Diese emotionale Verfassung bereichert mein Leben mehr als alles andere. Diese Gefühle zu pflegen bedeutet, pfleglich mit meinem eigenen Leben umzugehen, es dankbar anzunehmen.

 

 

Fröhlichkeit

Kennst du den Unterschied zwischen innerem Glücksgefühl und der nach außen gezeigten Fröhlichkeit?

Fröhlichkeit trägt dazu bei, deine Selbstachtung zu fördern, dem Leben mehr Freude abzugewinnen und die Menschen in deiner Umgebung auch heiter zu stimmen.

Fröhlichkeit besitzt die Macht, Empfindungen wie Angst, Gekränktheit, Wut, Frustration, Enttäuschung, Niedergeschlagenheit, Schuld- und Minderwertigkeitsgefühle aus unserem Leben auszuradieren.

Du kannst dich der Fröhlichkeit bedienen, wenn du erkennst, dass Trübsal blasen die Situation auch nicht ändert.

Fröhlich sein bedeutet nicht, dass du die Welt durch eine rosarote Brille betrachten sollst oder dich weigerst, Probleme zur Kenntnis zu nehmen. Fröhlich sein heißt, dass du sehr klug bist, weil du weißt: Mit deiner Lebensfreude, die so überschäumend ist, dass sie auf andere abfärbt, kannst du buchstäblich jede Herausforderung meistern.

Bewahren dir deine Fröhlichkeit, denn damit verringerst du die Anzahl der „schmerzhaften“ Signale, die deine Aufmerksamkeit fordern!

 

 

Faszination und Leidenschaft

Faszination und Leidenschaft geben dem Leben erst die richtige Würze.

Leidenschaft kann jede Herausforderung in eine ungeheure Chance verwandeln. Sie ist eine ungezügelte Kraft, die unser Leben beflügelt. Wenn du etwas mit Leidenschaft, also mit Begeisterung tust, dann hast du „Flügel“. Es geht dir alles ganz leicht von der Hand.

Aber wie „entfachst“ du immer wieder deine Leidenschaft?

Genauso, wie wir Liebe, menschliche Wärme, Dankbarkeit und Neugierde „entfachen“. Wir beschließen, sie zu empfinden!

Bediene dich dabei deren Physiologie: Sprich temperamentvoller, lass die Bilder vor deinem inneren Auge schneller ablaufen und beweg‘ deinen „Allerwertesten“ in die Richtung, die du einschlagen willst.

Ich könnte auch sagen: Verlass deine Komfortzone!

Vermeide es, dich in dein Schneckenhaus zurückzuziehen und wie eine Schlange einzuigeln.

Du kannst auch niemals Leidenschaft empfinden, wenn du mit gekrümmtem Rücken vor deinem Schreibtisch hockst, flach atmest und undeutlich sprichst.

Also, zeig deine Begeisterung und das was dich fasziniert.

 

 

Vitalität

Vitalität ist enorm wichtig!

Wenn du dich und deinen Körper nicht pfleglich behandelst, fällt es dir schwer, dieses Gefühl der Lebenskraft zu empfinden.

Vergewissere dich, dass die physischen Voraussetzungen gegeben sind, und denke immer daran:

ALLE Emotionen werden durch deinen Körper geleitet!

Wenn du dich emotional nicht ganz auf dem Damm fühlst, solltest du nach den grundlegenden Ursachen dafür fahnden.

Wie atmest du?

Viele Menschen halten den Atem an, wenn sie unter Stress stehen. Ganz automatisch. Und untergraben damit auch ihre Lebenskraft. Achte mal darauf.

Lerne, richtig zu atmen, denn das ist der wichtigste Weg zu gesundheitlichem Wohlbefinden.

Ein weiteres bedeutsames Element der physischen Vitalität ist ein ausreichendes Maß an nervlicher Kraft. Wie sorgst du dafür?

Tag für Tag musst du für deine Aktivitäten Energie aufwenden und sicherstellen, dass du dich ausruhst und deine „Batterien“ wieder auflädst.

Gerade für uns introvertierte Frauen ist das ein absolutes Muss.

Übrigens, wieviel Schlaf bekommst du?

Wenn du regelmäßig acht bis zehn Stunden „an der Matratze horchst“, ist das zu viel! Ja, auch wenn du jetzt vielleicht sagt’s „ich brauch aber mehr“. Für die meisten Menschen sind sechs bis acht Stunden Schlaf optimal.

Im Gegensatz zu einem weit verbreiteten Irrglauben ist langes Sitzen überhaupt nicht energieschonend.

Die Wahrheit ist, dass man sich dann ganz besonders müde fühlt.

Das menschliche Nervensystem braucht Bewegung, um Kraft zu tanken.

Bis zu einem gewissen Grad schärft der Energieverbrauch das eigene Energiebewußtsein.

Mit jeder Bewegung fließt Energie durch deinen Körper; diese physische Ebene der Gesundheit schafft emotionale Vitalität. Sie kann dir dabei helfen, nahezu alle negativen Erfahrungen und Schwierigkeiten im Leben zu bewältigen.

Vitalität ist also ein sehr, sehr wichtiges Lebensgefühl. Du solltest darauf achten, dass du genügend davon hast, um mit allen anderen Emotionen fertig zu werden.

Vitalität ist außerdem eine unerlässliche Voraussetzung, um deine Leidenschaft – egal ob für deinen Job, deine Träume oder Hobbies – wachzuhalten.

 

Mut und Beharrlichkeit

Alle oben genannten Eigenschaften sind von unschätzbarem Wert, aber es gibt eine bzw. zwei, die du brauchst, um in dieser Welt etwas von bleibendem Wert zu schaffen.

Sie bestimmen, wie du mit Herausforderungen und Meinungsverschiedenheiten oder fertig wirst.

Beharrlichkeit ist der Unterschied zwischen dem Gefühl, in einer Sackgasse gelandet zu sein, und dem Wissen, daß es IMMER einen Ausweg gibt, wenn man nur gezielt danach sucht.

Wenn du abnehmen willst, ein unangenehmes Gespräch hinter dich bringen oder einen Traum endlich in die Tat umsetzen möchtest, dann hilft es nichts, wenn du dich dazu „zwingen“ musst.

Ganz anders ist es, wenn du dazu fest entschlossen bist und Mut zeigst.

Alle deine Aktionen beruhen auf Entschlossenheit und Mut. Dann machst du ganz automatisch, was notwendig ist, um dein Ziel zu erreichen.

Entschlossenes Handeln bedeutet, eine konsequente, engagierte, vielleicht auch mutige Entscheidung zu treffen und den Fokus darauf zu halten.

Mit Beharrlichkeit kannst du alles erreichen.

Ohne sind Frustration und Enttäuschung geradezu vorprogrammiert. Deine Bereitschaft, die notwendigen ersten Schritte zu gehen, ungeachtet deiner Angst ins Handeln zu kommen, bildet das Fundament deines Mutes.

Und Mut ist DER Nährboden, auf dem deine Entschlossenheit wächst.

Das Gefühl, etwas geschafft zu haben oder an etwas gescheitert zu sein, hängt davon ab, wie stark deine emotionale Entschlossenheit entwickelt ist.

Du solltest dich bei aller Beharrlichkeit aber vergewissern, daß du imstande bist, deine eigenen Verhaltensmuster zu unterbrechen und deine Problemlösungsmethoden zu ändern.

Warum willst du mit dem Kopf durch die Wand, wenn du einfach nur eine Spur nach links blicken musst, um eine Tür zu finden?

Hier hilft der Blick von außen durch einen Coach oder Mentor der dir neue Wege bewusst macht, die du im Augenblick selbst nicht siehst.

 

 

Flexibilität

Eine Haltung, die du dir bewahren solltest. Sie ist die Fähigkeit deine Problemlösungsmethoden zu ändern und dadurch erfolgreich zu werden.

Durch alles, was du bisher als negative Emotionen bezeichnet hast, werden dir Botschaften gesendet. Sie bedeuten, dass du in deinem Leben etwas anpassen musst!

Wenn du dich für Flexibilität entscheidest, entscheidest du dich dafür, glücklich zu sein.

Es gibt im Leben immer Situationen, die du nicht beeinflussen kannst. Deine Fähigkeit, flexibel in deinen Prinzipien zu sein, in der Bedeutung, die du den Dingen gibst, und in deinen Verhalten, entscheidet über deinen langfristigen Erfolg oder Misserfolg. Und auch über den Grad deiner persönlichen Zufriedenheit und Lebensfreude.

Ein Baum, der sich biegt, übersteht unbeschadet einen Sturm. Während ein starres Tor irgendwann aus den Angeln gehoben wird. (bei mir stürmt es gerade vor der Türe 😉)

 

 

Verbundenheit

Wir Menschen sind soziale Wesen und Verbindungen zu anderen sehr wichtig. Wer sich dem entzieht, wird immer frustrierter, vereinsamt und wird krank.

Ich tausche mich über meine Ideen und Projekte auch mit meiner Mastermind und mit meiner Business-Mentorin aus. Genauso wichtig ist auch die eigene Familie, die Halt gibt und auch mal motzt, wenn ich wieder zu lange am PC.

Und wenn mir das Leben mal wieder Stolpersteine oder Hindernisse in den Weg stellt und negative Gefühle hochkommen, dann sage ich mir inzwischen:

„Wer weiß, für was es gut ist!“

Denn es gibt für alles was passiert in unserem Leben einen Sinn. Auch wenn wir den genau in dem Moment nicht erkennen oder nicht sehen wollen.

Was war dein letzter Stolperstein, der dir in den Weg gelegt wurde?

 

Frauen, die nach der Elternzeit beruflich wieder durchstarten möchten und sensible, leise Frauen die ihren beruflichen Weg selbstbewusst gehen wollen, gehören zu meinen Kundinnen. Sie wollen Beruf und Familie leicht und entspannt „unter einen Hut bringen“. Gehe DEINEN beruflichen Weg – kinderleicht.

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Leise Frauen und die Bühne – ein Widerspruch?

 

Meine Kundin Martina machte es dringend mit einem Gesprächstermin, sie braucht ganz schnell Unterstützung.

Was war passiert? Sie darf ein Teilprojekt eines großen Auftrags übernehmen und muss künftig die Zwischenergebnisse vor dem Kunden präsentieren. Martina arbeitet im Entwicklungsbereich einer Elektronikfirma, aber das nur am Rande.

Zu Beginn unseres Online-Coachings legten wir, wie bei jedem Termin, ihr Ziel fest. Was muss passieren, damit sie sagt das Gespräch war hilfreich und nützlich.

Martina wollte die Angst verlieren vor Kunden zu sprechen, die sie womöglich für nicht kompetent genug halten.

 

Oh, wie gut ich diese Situation kenne…

Ich war Ende 20 und im Vertrieb als Assistentin des Vertriebsleiters tätig. Zu meinen Aufgaben gehörte es die vom Geschäftsleiter Vertrieb angesetzte, jährliche Verkaufskonferenz zu organisieren. Dazu wurden die Vertriebspartner aus der ganzen Welt für zwei Tage nach Deutschland eingeladen.

Organisation liegt mir und macht sehr viel Spaß, von daher hatte ich kein Problem damit, mich mit dem Thema auseinander zu setzen.

Wie das bei einer größeren Veranstaltung so ist, ein Abendevent mit einem Überraschungs-Akt war ebenfalls auf der To-do-Liste.

Einige Wochen zuvor hatte ich einen fantastischen Beitrag mit Künstlern aus Berlin gesehen und schlug unserem Geschäftsführer genau diese Truppe als Live-Akt am Abend vor.

Ich konnte es gar nicht fassen, er stimmte zu, obwohl die Künstlergage nicht ohne war. Aber dann kam es. Der Satz von ihm: „Und Sie kündigen die Künstler auf der Bühne an. Das mache ICH nicht.“

In dem Moment ist mir nicht nur das Herz in die Hose gerutscht, ich hatte das Gefühl um 20 cm zu schrumpfen und wollte mich ins nächste Loch verkriechen. ICH, die viel lieber im Hintergrund die Fäden zieht und schaut, dass alles wie am Schnürchen klappt, soll auf eine Bühne. Kotz.

„Wenn Sie die schon einladen, dann müssen SIE die auch ankündigen“, sagte er noch. Ich: „O.k., ich mach’s“.

War ich von allen guten Geistern verlassen? Hatte ich das wirklich gesagt? Einerseits wollte ich die Truppe unbedingt haben, andererseits aber …

Also gut. Hilft nichts. Die Künstlergruppe wurde gebucht und ich hatte noch einige Wochen Zeit bis es soweit war. Die restliche Organisation hatte mich wieder und ich dachte nicht mehr darüber nach, was da womöglich auf mich zukommen würde.

Einige Tage vor dem Event, als ich mit dem Geschäftsführer noch mal die Planungen durchging, meinte er: „Und haben Sie sich schon überlegt, wie Sie die Künstlergruppe ankündigen.“ Ich schüttle mit dem Kopf und er lacht nur. Na, das kann ja heiter werden.

Ab dem Zeitpunkt hatte ich „Muffesausen“ und mir ging mein künftiger Auftritt auf großer Bühne nicht mehr aus meinem Kopf. Was soll ich bloß sagen, wie kann ich die Künstler unverfänglich ankündigen? Immer wenn mir ein Satz einfiel, schrieb ich ihn auf. Das Ankündigung musste ja auch noch auf Englisch gemacht werden. Das heißt, da durfte ich nicht noch zusätzlich ins Fettnäpfchen treten, weil ich womöglich etwas falsch übersetzt habe.

Himmel geh auf und hol mich. Was hatte ich mir nur dabei gedacht?

Drei Tage vor meinem großen Auftritt ging es los. Ich hatte mir Block und Stift neben mein Bett gelegt, da ich schon öfters gemerkt habe, dass mir morgens oder abends die besten Ideen einfallen.

Ich lag im Bett, stellte mir vor, wie ich die Bühne hochlaufe – bloß nicht stolpern beim Treppensteigen – und mir das Mikro schnappe. Tief Luft hole. Alle Augen schauen gespannt auf mich. Und mir fällt nichts mehr ein. Totale Katastrophe.

Also steig ich wieder aus dem Bett und setze mich ins Wohnzimmer. Bildlich stelle ich mir diese Szene immer wieder vor und formuliere, was ich sagen will und schreibe die Sätze sofort auf meinen Block auf.

Nach einigen Übungen in denen ich im Wohnzimmer stand und mit geschlossenen Augen diese imaginäre Szene nachstelle, wird die Ansage flüssiger und leichter.

Kleinhenz Coaching_Mikro

Irgendwie muss das doch zu schaffen sein. Andere schaffen das doch auch. Warum sollte ich also scheitern. Kommt gar nicht in Frage.

Wenn ich etwas habe, dann einen eisernen Willen und wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt oder etwas versprochen habe, dann ziehe ich das auch durch.

Das war schon immer so. Und darauf bin ich stolz!

 

12 Erfolgsstrategien

Lerne wie die Zusammenarbeit in der heutigen, agilen Arbeitswelt für Dich zum Kinderspiel wird, gerade wenn Du eine leise Mitarbeiterin bist.

 

Am Vortag der Veranstaltung bauten wir im Tagungshotel alles auf und ich konnte mich schon mal probeweise auf die sehr große Bühne stellen und auf mein imaginäres Publikum schauen. Mir schlotterten auch ohne Publikum schon die Knie. Aber ich schaff das!

Der große Tag kam. Ich packte morgens meinen Koffer, da wir alle im Tagungshotel schliefen mit meinem nachtblauen enganliegenden Paillettenkleid. Damals hatte ich noch Kleidergröße 36. 😊

Jetzt gibt es kein Zurück mehr!

Rund 350 Gäste aus 32 Ländern reisten an und ich war mit Check-In und Sonderwünschen erst mal beschäftigt.

Und dann rückte der Zeitpunkt immer näher. Ich hatte das Gefühl ich muss ständig auf’s Klo und mir war speiübel.

Da stand ich da mit meinem sexy Paillettenkleid und wollte einfach nur im Boden versinken. Dabei war ja noch nichts passiert. Meine extra angefertigte Karte, auf der mein Text stand ging von die rechte in die linke Hand und zurück.

Ich will das jetzt endlich hinter mich bringen.

Der Geschäftsführer kündigte an, dass ich auf die Bühne komme und eine Überraschung ankündigen werde. Das war mein Zeichen.

Pfeiforchester als ich die paar Stufen zur Bühne hoch gehe. Das gehört dazu, bei 90% Männeranteil. Da musst du als Frau halt durch in einer Männerdomäne.

Das Licht ist gleisend hier oben, vom Publikum sehe ich nur die ersten zwei Tische.

„Ladies and Gentlemen, welcome to our eveningshow…“ wieder Pfeifkonzert. Den genauen Wortlaut bringe ich heute nicht mehr zusammen nur das Ende „…proudly present TINA TURNER“. Der Spot geht an, leuchtet die Tür am Ende des Saals aus und da kommt sie.

Das war’s erst mal für mich. Ich konnte, da alle Augen auf Tina Turner gerichtet waren, ganz heimlich, still und leise die Bühne verlassen und war sowas von stolz auf mich.

Ich hatte meinen Text fehlerfrei rübergebracht und mir viel ein zentnerschwerer Stein vom Herzen.

Der Saal war mit männlichem Testosteron geschwängert und ich zog mich zurück und schaute mir an, wie gestandene Männer ganz klein werden, wenn sie eine sexy Frau sehen und teilweise auch von ihr angemacht werden.

Nicht nur Tina Turner und Whitney Houston auch Ella Fitzgerald, Marlene Dietrich und weitere schauten im Saal vorbei. Und am Ende der Show waren ALLE außer Rand und Band, wegen der hervorragenden Performance der Travestie-Gruppe, die ich eingekauft hatte.

Die Komplimente am nächsten Veranstaltungstag wollten nicht abreißen und unsere asiatischen Kollegen konnten nicht glauben, dass es sich bei den Künstlern um Männer gehandelt hatte.

Die Künstler hatten aber auch verdammt gute Figuren und gesanglich konnten die sehr sehr gut mithalten.

Jahre später hat mir ein Außendienstler gesagt, dass das die beste Veranstaltung „EVER“ war. Danach hatte ich den Vertrieb verlassen.

Was hat mir geholfen, dass ich mich auf die Bühne getraut habe und meinen Text nicht vergaß?

Eigentlich ganz einfach:

Bereits damals habe ich mich ganz konkret auf mein Ziel fokussiert.

Zielfokus

Ich habe mir in meiner Fantasie ausgemalt wie die Bühne aussieht, wer mich anschaut, wie es riecht, wie warm es ist. Wie ich das Mikrofon halte und rein spreche. Wie die Lautstärke ist, was ich anhabe. Und ganz wichtig, wie es sich anfühlt dort oben, vor so vielen Menschen zu sprechen und alle hören nur mir zu.

Jeder von uns denkt in Bildern und die wiederum lösen Emotionen in uns aus. Dadurch werden die Situationen realer und dein Unterbewusstsein weiß, was dein Ziel ist.

Deshalb achte genau auf deine Gedanken, sonst kommst du nicht dort an, wo du hin willst.

Wenn du glaubst, das schaffe ich nicht, wird sich das dein Unterbewusstsein abspeichern und du wirst recht behalten. Das nennt man das Prinzip der selbsterfüllenden Prophezeiung.

Positive Gedanken führen zu einem guten Gefühl, sind motivierender und führen zu unserem gewünschten Ergebnis.

 

12 Erfolgsstrategien

Lerne wie die Zusammenarbeit in der heutigen, agilen Arbeitswelt für Dich zum Kinderspiel wird, gerade wenn Du eine leise Mitarbeiterin bist.

 

Mit Martina habe ich im Coaching angeschaut, wo sie grade steht und wo sie hin möchte. Welche Ressourcen sie dafür nutzen kann und wann sie genau diese Ressourcen schon gezeigt hat.

Sie hat sich zusätzlich für aufkommende Nervosität einen Anker gesetzt und zwischenzeitlich die ersten Präsentationen beim Kunden mit Bravour gemeistert. Sie ist glücklich, dass sie einen weiteren Step zu mehr Selbstvertrauen geschafft hat. Sie freut sich jetzt auf die künftigen Kundengespräche, da mit der Routine auch eine gewisse Leichtigkeit einkehrt.

Also, kleiner Tipp:

Mach dir glasklare Bilder von deinen Zielen. Dann kommst du auch dort an, wo du hin willst.

P.S. Da mir grade die Frage gestellt wurde, wann das war, als ich „meinen Auftritt“ hatte. Das muss ca. im Jahr 1996 gewesen sein.

 

Hallo, ich bin Brigitte Kleinhenz. Leisen Frauen zeige ich, wie sie im Beruf vom Herzen her erfüllt sein können. Mit der richtigen Energie wird dein Mindset aufgebaut, das auch zu deinen eigenen Werten passt. Du erfährst, wie du dein volles Potential entfalten kannst und was für dich wichtig ist, damit du ein glückliches und sinnerfülltes Leben führst. Du lebst JETZT. Sei offen für Neues und lebe deine Einzigartigkeit. Gerne unterstütze ich dich dabei. Ich freue darauf dich kennen zu lernen.
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Wie funktioniert Onlinecoaching?

 

In meinen Silent-Women-Kennenlernsprächen werde ich oft gefragt:

 

„Wie funktioniert Onlinecoaching?“ „Wie muss ich mir das vorstellen?“.

 

Deshalb möchte ich heute diese Fragen gerne aufnehmen und hier für alle leisen Frauen unter euch erläutern.

Vor einigen Jahren wäre wahrscheinlich niemand auf die Idee gekommen online zu coachen.

Unter Online-Coaching verstehe ich ein Coaching, bei dem wir uns Online oder über Telefon treffen.

Bei der Online-Version verabreden wir jeweils, ob das Gespräch mit oder ohne Video durchgeführt wird.

Einige Klientinnen, die mehr Klarheit bezüglich ihrer nächsten Ziele und Schritte bekommen möchten, bevorzugen auch ein Coaching über Telefon.

Wobei ich das nur anbiete, wenn es sich um eine kurze Herausforderung oder ein kleines Hindernis handelt, das aus dem Weg geräumt werden soll.

 

Online-Coaching 1:1

 

Beim Online-Coaching befinden sich Coach und Klientin in einem Online-Raum.

Das ist also ein Coaching über eine räumliche Distanz.

Ich kann aber, im Gegensatz zu einem 1:1-Coaching keine Hände schütteln oder einen Kaffee oder Tee anbieten.

 

Die heutige Arbeitswelt „tickt anders“

 

Die heutige Arbeitswelt erfordert immer mehr zeitliche und lokale Flexibilität.

Mit einem Online-Coaching kann ich schneller auf aktuelle Gegebenheiten reagieren und als Klientin meine Themen zeitlich nah besprechen, ohne lange Anreisen.

In meinem Hauptberuf als Berufspädagogin werden nicht nur viele Besprechungen sondern auch Schulungen und Coachings online durchgeführt.

Ich möchte diese digitale Form nicht mehr missen und genieße es dabei bequem in meinem Sessel sitzen zu können.

 

Auch Online-Coaching geht tief

 

Nicht wenige meiner Klientinnen haben Coaching entweder noch nicht, oder erst ein- oder zweimal im 1:1, also Face-to-Face in Anspruch genommen.

Wenn ich eine neue Klientin frage, wie sie sich Coaching vorstellt, dann höre ich als Antwort ähnlich wie bei einem Workshop, oder wie ein Treffen mit meiner besten Freundin.

Das kommt dem schon nahe. 😊

Coaching hat sehr viel mit Mindset-Arbeit zu tun.

Du bist als Mensch einzigartig, hast unbegrenztes und ungenutztes Potential und trägst gleichzeitig viele Glaubenssätze und Überzeugungen in dir, die in deiner Vergangenheit entstanden sind und sich verfestigt haben.

 

Dazu eine kurze Geschichte:

Im Jahr 2002 war ich im Yukon, in Alaska unterwegs und habe Dawson City die Goldgräberstadt besucht.

1896 war hier der legendäre Klondike-Goldrauch.

Am Goldfeld Gold Bottom Creek kann man heute noch mit einer Pfanne Gold aus dem Fluss waschen.

 

Was hat das jetzt mit Coaching zu tun, fragst du dich sicherlich.

Ich möchte dir gerne anhand der Tätigkeit des Goldwaschens erklären, wie Coaching funktioniert.

stille Frau

 

Du hast eine Blechpfanne in beiden Händen, mit zunächst ganz vielen Kieselsteinen, kleineren Steinen und Staub.

Der muss erst „ausgewaschen“ werden, damit die Goldplättchen oder Nuggets zum Vorschein kommen.

Beim Coaching räume ich als Coach durch gezielte Fragen immer mehr „Steine“ aus deinem Weg und ich weiß, dass du alles was du benötigst bereits in dir trägst.

Mein Ziel ist es, dein Potential, also deine „Gold-Nuggets“ an die Oberfläche zu holen und Herausforderungen, die sich dir in den Weg stellen (Kieselsteine), aus dem Weg zu räumen.

Damit du dein volles Potential entfalten, deinen „Goldschatz“ zeigen und persönlich wachsen kannst.

 

Coaching ist Hilfe zur Selbsthilfe und sehr effizient

 

Für mich bedeutet Coaching immer Hilfe zur Selbsthilfe, da ich als Coach die Herausforderung meiner Klientin nicht lösen kann.

Ich kann aber Potentiale und Stärken in meinen Klientinnen wecken, die ihnen bisher nicht bewusst waren oder die sie bisher nicht bewusst wahrgenommen haben.

So unterstütze ich dich also dabei Lösungen zu finden, die in dir „schlummern“.

Du lernst dabei deine Vorbehalte oder Bedenken aus einer anderen Perspektive zu betrachten und andere Lösungsansätze zu finden.

Ein Coaching hat IMMER ein klares Ziel:

 

Dich persönlich vorwärts zu bringen.

 

Es kann sein, dass du mehr inneren Antrieb und Selbstvertrauen brauchst oder besser mit deinen Energiereserven umgehen möchtest oder auch mehr Lebensfreude in dein Leben lassen willst.

Das Coachingprogramm funktioniert aber nicht . . . wenn DU nicht funktionierst.

Sprich: Ohne deine Mitarbeit geht es nicht.

Wenn du dich aber darauf einlässt, wirst du überrascht sein, wozu du fähig bist!

 

Virtuelles Online-Coaching

 

Der Vorteil von virtuellen Online-Coachings ist es, dass ich mich als Coach mit meiner Klientin, die oft hunderte von Kilometern entfernt wohnt, persönlich treffen kann, ohne dass eine von uns beiden stundenlang auf der Autobahn im Stau stehen muss.

Wir sparen also beide An- und Abreisezeit und somit auch Kosten.

Und tun gleichzeitig etwas wesentliches für unsere Umwelt durch weniger CO2-Ausstoß.

Auch online können wir uns persönlich in einem geschützten Raum treffen.

Durch die Präsenz in den eigenen vier Wänden, also in vertrauter Umgebung, im bequemen Sessel mit einer Tasse Tee oder Kaffee, fällt es vielen Klientinnen leichter ihre Themen anzusprechen. Das Coaching wird effizienter.

Meist kommen wir so auch schneller ans Ziel der Klientin.

Oft reichen schon wenige Sessions, da der Coachingprozess fokussierter abläuft und es weniger Ablenkung gibt.

Einzige Voraussetzung ist eine gute Internetverbindung und ein ruhiger, ungestörter Raum.

Immer mehr Klientinnen wählen deshalb ein Online-Coaching.

Manche mit und manche ohne eine Kombination mit Präsenzterminen.

Vorteil ist, dass ein Online-Coaching auch mit einer „Wild Card“ kombiniert werden kann.

Also dann, wenn du es gerade dringend brauchst, ist es möglich ein Kurzzeit-Coaching zu bekommen.

Als Coach bin ich für dich da, wenn du mich gerade brauchst.

Die Wirkfaktoren im Coaching sind genau wie bei Präsenzterminen auch bei einem Onlinecoaching gegeben.

Es ist einerseits möglich, dass wir uns als Coach und Klientin persönlich über den Bildschirm sehen.

Aber nicht wenige meiner Klientinnen bevorzugen es ihr eigenen Bild auszuschalten. Warum?

Wenn du dich das erste Mal am Bildschirm siehst, denkst du „Ach du je, wie meine Haare heute wieder aussehen. Ich seh‘ ja schrecklich aus am Bildschirm.“

Mir ging das am Anfang nicht anders. 😉

Ich habe mich zwischenzeitlich daran gewöhnt und bin einerseits achtsamer mit mir, indem ich mich für ein Onlinecoaching genauso anziehe, als wenn ich meine Klientin 1:1 persönlich gegenübersitze, auch wenn ich ihr nicht die Hand zur Begrüßung reichen kann.

Manche Klientin bevorzugt die Onlinevariante, die auch ohne ihr Bild möglich ist, weil sie sich so ganz auf mein Whiteboard konzentrieren kann.

Das Whiteboard ist der Ersatz für das ansonsten genutzte Flipchart.

 

Kleinhenz Coaching Online

Bild: Ein Beispiel aus einem Supervisions-Onlinecoaching mit einer Kollegin.

 

Für mich als Coach ist es immer wieder erstaunlich, dass ich trotz oder gerade wegen der „Nichtpräsenz“ meiner Klientin die Zwischentöne, Feinheiten und dahinter steckenden Gefühle noch besser erkenne.

Aktives, aufmerksames Zuhören sind wesentliche Bestandteile.

So kann ich den Impulsen noch gezielter folgen.

Wir können uns auch online über die aktuellen Herausforderungen und nächsten Ziele austauschen und festlegen, was der nächste kleine und wirkungsvolle Step für dich ist.

 

Deine Stärken als Klientin kann ich auch online sehr gut stärken.

 

Wenn meine Klientin im Umkreis von 100 km wohnt, treffen wir uns zu Beginn oft persönlich um uns Kennenzulernen und ihr Ziel und ihre Wünsche zu klären.

Nicht wenige nutzen dann die Chance die weiteren Coachingsitzungen online fortzuführen.

Die notwendige Auftragsklärung zu Beginn eines Coachings ist aber auch direkt online möglich.

Für kleinere Alltagshürden stehe ich zusätzlich über E-Mail zur Verfügung, was gerade stille/introvertierte Frauen gerne nutzen. Warum?

Eine ihrer Stärken ist die schriftliche Kommunikation. 😉

Auf die Stärken von Introvertierten bin ich in diesem Blogartikel eingegangen.

Dennoch ziehe ich als Coach die Online- oder Präsenzvariante einer E-Mail-Variante vor, da ich hier gleich nachhaken und nachfragen kann, ob ich eine Aussage richtig verstanden habe. Was bei E-Mails ja nur zeitversetzt möglich ist.

leise_Stärken

 

Konnte ich dir mit diesem Beitrag einen Einblick in das Thema Coaching geben?

Und deine mögliche Scheu gegenüber dem Online-Medium nehmen? Wenn ja, freut mich das.

Komm in meine virtuellen Kaffeepause und stell mir deine Fragen zu deinen Herausforderungen oder deinem Wiedereinstiegs-Projekt.

Ich freue mich auf dich!

 

Hallo, ich bin Brigitte.

Erfolgs-Coach und Mentorin für Frauen und junge Mütter vor und nach dem Wiedereinstieg in den Beruf, damit sie erfüllt und kinderleicht in ihren Beruf zurückkehren. Und introvertierte Frauen, die mit mehr Mut & Energie ihre beruflichen Träume & Karriereziele verwirklichen.

Sei offen für Neues und lebe deine Einzigartigkeit. Gerne unterstütze ich dich dabei. Ich freue mich auf dich.

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Introvertierte haben den Tiger im Tank

 

Intros haben den Tiger im Tank

Eine kühne Behauptung? Nein. Es ist tatsächlich so. Introvertierte haben den Tiger im Tank. Sie sind sich dessen nur nicht bewusst und fahren bildlich gesprochen oft mit angezogener Handbremse. Weshalb das so ist, möchte ich euch gerne anhand eines Interviews erklären, das Sophie Krüger mit mir geführt hat.

Als ich vor einigen Monaten die Imageberaterin Sophie Krüger aus Berlin kennen lernte, wusste ich weder, dass sie introvertiert ist, noch dass sie eine sehr erfolgreiche Unternehmerin ist.

Vor kurzem sprach sie mich an, ob ich ihr ein Interview zum Thema Introversion gebe. Sie meinte die Hintergründe dieser Charaktereigenschaft sind sicherlich auch für ihre Kundinnen sehr interessant. Sie wollte gerne tiefere Einblicke bekommen.

Gesagt getan. Und ich konnte sogar noch einiges zum Thema Kleiderstil lernen.

 

Sophie Krüger: Was bedeutet introvertiert?

Introvertiertheit wird auch als Introversion bezeichnet. Das ist weder eine Krankheit noch etwas wofür man sich schämen muss. Introvertiertheit bedeutet vielmehr, dass ein Mensch mit dieser Charaktereigenschaft neue Kraft in Ruhephasen tankt, während der Extrovertierte diese eher aus der Begegnung mit anderen Menschen zieht.
Es ist also ein Persönlichkeitsmerkmal das uns genauso beeinflusst wie unsere nationale Herkunft oder die Zugehörigkeit zu einem Geschlecht.
Ein Wissenschaftler bezeichnet Introversion und Extroversion gerne als den „Norden und Süden des Temperaments“. Je nachdem, ob wir weiter dem Norden oder dem Süden zugeordnet sind, wirkt sich das auf die Berufswahl und unsere Karriere aus und beeinflusst uns auch, welche Freunde und Partner wir wählen. Nach neuesten Erkenntnissen sind rund 40 % der Bevölkerung weltweit introvertiert.

 

Sophie Krüger: Sind alle schüchternen Menschen introvertiert?

Nein, das ist ein Irrglaube. Schüchternheit ist eine Blockade, eine Angst. Das kann zum Beispiel die Angst vor Ablehnung oder Demütigung sein. Introvertierte sind nicht unbedingt schüchtern. Und, was noch ganz wichtig ist: Schüchternheit tut irgendwo im Körper immer weh. Introversion dagegen nicht.
Natürlich können diese beiden Eigenschaften zusammentreffen, doch auch ein extrovertierter Mensch kann schüchtern sein.

 

Sophie Krüger: Warum ist man das? Ist das angeboren, oder kann ich mir das abgewöhnen?

Kleinhenz Coaching

Lach, das wäre sehr schade, wenn du dir das abgewöhnen könntest.
Introversion ist eine der am Gründlichsten erforschten Gebiete in der Persönlichkeitspsychologie, vor allem durch amerikanische Wissenschaftler. Auch wenn das erstaunt und kaum zu glauben ist, aber rund die Hälfte der Amerikaner tendiert zur Introversion.
Professor Jerome Kagan ist einer der großen Entwicklungspsychologen aus Harvard. Er hat über viele Jahre bahnbrechende Langzeitstudien vom Säugling bis hin zu Jugendlichen gemacht und die emotionale und kognitive Entwicklung dokumentiert, um den Ursprüngen des menschlichen Temperaments auf die Spur zu kommen. Er wollte wissen, woher kommt Introversion und Extroversion. Demnach ist die Persönlichkeit ein sehr komplexes Gebilde, das sich erst herausbildet, nachdem persönliche Erfahrungen als Kind und Jugendlicher und auch gesellschaftliche Einflüsse dazukommen. Also was erlebe ich in meiner Kindheit, wie geht die Umwelt mit mir als Kind und Jugendlicher um. Das beeinflusst die Persönlichkeit in welche Richtung ich nach und nach in meinem Leben tendiere. Also zur Introversion oder zur Extroversion. Er sagt ganz klar: Temperament ist das Fundament und die Persönlichkeit das darauf gebaute Haus.

 

Sophie Krüger: Ist es das Gleiche wie Hochsensibel?

Nein. Viele Introvertierten sind zwar gleichzeitig auch hochsensibel, wie die Psychologin Elaine Aron belegt hat, aber gut 30 Prozent der Hochsensiblen sind extrovertiert. Das Nervensystem dieser Gruppe ist außerordentlich empfindlich für äußere Einflüsse, was noch schneller zu einer Reizüberflutung führt.
Hochsensible sind sehr gute Beobachter, haben aber Probleme, wenn sie beobachtet werden. Meist sind sie philosophisch oder religiös orientiert und keinesfalls materialistisch. Sie lieben Musik und Kunst und können sich an ihre oft sehr lebhaften Träume erinnern.
Ihr Leben ist durch starke Emotionen geprägt und sie sind meist hochgradig mitfühlend. Sie haben aber auch egoistische Züge und manchmal benehmen sie sich unnahbar und unfreundlich. Eric Malpass, ein englischer Schriftsteller, schrieb mal, dass Hochsensible mit einer dünneren Haut durchs Leben gehen, als die meisten Menschen. Gewaltfilme im Kino oder Fernsehen vermeiden sie weitgehend.
Das mache ich als Introvertierte übrigens auch, aber eher aus dem Grund, weil ich danach schlecht schlafe. 😉

 

Sophie Krüger: Welche Herausforderungen gibt es für Introvertierte?

Die größten Herausforderungen liegen darin, sich selbst zu akzeptieren und sich anzunehmen. Introvertierte sind perfekt wie sie sind und meist wissen sie gar nicht, welchen „Schatz“ sie in sich tragen. Dieses Potential zu heben ist meine Aufgabe als Coach, damit Frauen künftig beruflich wie privat ihre Ziele leichter verwirklichen können. Du hast nur dieses eine Leben. Wenn du es nicht genießen kannst, verschwendest du deine wertvollste Lebenszeit.
Es hat auch bei mir lange gedauert, bis ich das erkannt habe. Heute lebe ich endlich meinen Traum und genieße ihn in vollen Zügen.

 

Sophie Krüger: Wie komm ich wieder in meine Mitte?

Kleinhenz CoachingDas, was dich gefühlt außerhalb deiner Mitte sein lässt, ist die Tatsache, dass du als Introvertierte erst alles genau durchdenken musst. Du bist gar nicht außerhalb deiner Mitte. Von Extrovertierten werden wir oft aufgefordert eine Entscheidung zu treffen, die wir in dem Moment einfach noch nicht treffen können. Wir Intros haben noch nicht alle Details durchdacht und mögliche Eventualitäten berücksichtigt. Das macht uns von außen gesehen „schwerfällig“ und „unflexibel“.
Damit wir mehr in unsere Mitte kommen und unsere Intuition schulen, statt alles dem Verstand zu überlassen, gibt es eine schöne Mentalübung: Der Vertrauensvorschuss.
Nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung bekommst du das zurück, was du ausgesät hast. Dein Gegenüber spiegelt also lediglich, wie du dich ihm gegenüber verhältst. Wenn du jemandem vertraust, bekommst du Vertrauen zurück. Da du anziehst, wovon du bewusst oder unbewusst überzeugt bist, kannst du gezwungenermaßen nur Misstrauen bekommen, wenn du jemandem nicht vertraust. Das wirkt dann wie eine selbsterfüllende Prophezeiung.
Probier‘s mal aus und schenke eine Woche lang jedem mit dem du Kontakt hast bewusst einen Vertrauensvorschuss und führe abends Buch darüber.

 

Apropos Buch, gerade für uns Intros ist es sehr wichtig, dass wir uns täglich fünf Minuten Zeit nehmen und uns folgende Fragen stellen.

Was ist mir heute gut gelungen?
Wofür bin ich dankbar?
Was nehme ich aus dem heutigen Tag als „Lernnugget“, also als Lernchance mit?

Wir werden uns durch diese Übung viel schneller unseres Potentials bewusst und sabotieren uns nicht ständig, indem wir unzufrieden mit uns sind.

 

Sophie Krüger: Hat es auch Vorteile, introvertiert zu sein? Potenziale?

Ja, definitiv. Introvertierte haben meist wenige, dafür aber intensive Freundschaften und Beziehungen. Sie sind sehr gute Zuhörer und spüren Schwingungen zwischen den Zeilen.
Problemstellungen im Beruf betrachten sie zunächst von allen Seiten, bevor sie mit einer passenden Lösung kommen. Das ist auch der Grund, warum sie in Teambesprechungen manchmal ein Thema ansprechen das für extrovertierte Chefs schon längst abgehakt war.
Außerdem sind Intros Gemütsmenschen. Mit ihnen so richtig aneinander zu geraten ist schwierig, da sie Harmonie und eine angenehme Arbeitsumgebung lieben und Konflikten gerne aus dem Weg gehen.
Wenn sie Gefallen an einer Tätigkeit oder einem Projekt gefunden haben, dann wachsen sie über sich selbst hinaus und stecken ihre volle Energie in das Thema. Dabei bleiben sie beharrlich bei der Erreichung ihrer Ziele, auch wenn es manchmal etwas länger dauert, bis sie dort ankommen.
Sie machen es eben auf ihre leise Art.
Viele Introvertierten sind auch ausgeprägte Perfektionisten. Jetzt fragst du dich vielleicht, wo das ein Vorteil sein soll. Aber denke mal an die vielen großen Kongresse und Veranstaltungen. Was wäre das für ein Chaos, wenn im Hintergrund nicht Perfektionisten die Strippen ziehen und alles klappt wie am Schnürchen. Die Vorteile der Introversion habe ich schon mal in einem Artikel beschrieben. vor kurzem einen Blogartikel veröffentlicht.

 

Sophie Krüger: Welche Jobs / Wirkungsbereiche eignen sich besonders gut für Introvertierte?

Jeder von uns ist nicht ausschließlich introvertiert.
Kennst du aus dem Matheunterricht noch die Gaußschen Verteilung? Also die Kurve die von Null auf der einen Seite nach oben steigt und auf der anderen Seite wieder auf die Null zurückkehrt.
Ich habe mal versucht das bildlich darzustellen:

Kleinhenz Coaching

Stell dir Folgendes vor: Auf der einen Seite sind die Introvertierten und auf der gegenüberliegenden die Extrovertierten. Die meisten Menschen befinden sind näher an der Mitte und reagieren je nach Situation und aktueller Stimmung mehr introvertiert oder auch mal extrovertiert.
Wenn du die Skala anschaust, siehst du, dass rund 34 % der Menschen jeweils zu Intro- oder Extroversion neigen. Weitere je rund 14 % sind dann schon sehr ausgeprägte Intros oder Extros und die restlichen jeweils gut 2 % kommen aus ihrer jeweiligen extremen Ecke nicht mehr raus.
Wir haben alle einen Anteil an beiden Persönlichkeitseigenschaften. Jeder weiß aber, in welcher Umgebung er sich wohl fühlt. Ob es eher das Vertriebsbüro ist oder ein Einzelbüro in dem er konzentriert alleine arbeiten kann.

 

 

Berufe für Introvertierte

Berufe wie Grafiker, Webdesigner oder Zahntechniker sind sehr kreative Berufe. Auch Social Media Manager planen und organisieren eher im Hintergrund die Aktivitäten großer Kampagnen. Kreative Berufe sind also sehr gut geeignet für introvertierte Menschen. Auch im Labor oder der Buchhaltung, wo es auf Genauigkeit ankommt, finden introvertierte Menschen ihre Erfüllung.
Dein Beruf als Imageberaterin, liebe Sophie, hat auch sehr viel mit Kreativität zu tun. Klar, du gehst mit deinen Kundinnen einkaufen. Aber im Vorfeld beräts du sie und zeigst ihnen was sie aus ihrem Typ alles machen können. Dabei arbeitest du meist mit jedem einzeln und sehr persönlich.
Es gibt auch viele introvertierte Persönlichkeiten, die sich selbst treu geblieben sind und trotzdem erfolgreich in ihrem Beruf sind: Claudia Schiffer, Angela Merkel, Michelle Pfeiffer, J.K. Rowling oder Avril Lavigne, die kanadische Sängerin. Daher sollten wir Intros alle das tun, was zu uns und unseren Bedürfnissen passt.

 

Wir können die Welt mit unseren persönlichen Stärken auf eine leise Weise verändern.

 

Sophie Krüger: Welche Berufe sollte man unbedingt meiden?

Was heißt meiden. Wenn dein Herz an einem Beruf hängt, der für dich Berufung ist, dann ist es gleich, was du tust. Du liebst es. Egal ob du introvertiert bist oder nicht.
Für Introvertierte auf den ersten Blick weniger geeignet sind wohl solche Berufe, bei denen man ständig im Rampenlicht steht. Mir fällt da spontan der Vertrieb und der Außendienst ein. Aber auch Krankenschwester, Polizistin oder Apothekerin hätte ich mir persönlich nicht vorstellen können, auch wenn es interessante und sehr wichtige Berufe sind.

 

Sophie Krüger: Wirkt sich Introvertiert sein auch auf die Kleiderwahl aus?

Über diese Frage hatte ich bisher nie nachgedacht. Ja, es hat tatsächlich eine Auswirkung.
Ich persönlich kleide mich schon nach meiner aktuellen Stimmungslage. Wenn ich gut drauf bin, darf es auch mal etwas Auffälligeres sein, wie eine rote Bluse oder ein strahlend blauer Pulli. Ansonsten bevorzuge ich dann doch eher gedeckte Farben, also ein dunkles Blau oder grau, aufgepeppt durch einen bunten Schal oder ein Tuch.
Interessant waren die Antworten, die ich von meinen Kundinnen bekommen habe.
Natürlich ist es auch jahreszeitabhängig, welche Kleidung bevorzugt wird, aber klarer Favorit war: Je nach Stimmungslage.
Was ich selbst schon an meinen Kundinnen bemerkt habe und mir auch immer wieder bestätigt wird, ist die Tatsache, dass überwiegend schwarz getragen wird. Eigentlich schade, da diese Frauen mit entsprechenden Accessoires viel mehr aus ihrem Typ machen könnten. Aber wie bei vielen introvertierten Frauen ist der Wunsch nicht aufzufallen sehr tief verankert. Das Risiko, dass sie als graue Maus gelten, gehen sie dabei gerne ein.
Auffällig auch, dass sich einige Kundinnen in Jeans schnell eingezwängt fühlen. Da werden im Frühling und Sommer lieber Röcke und Kleider getragen. In der restlichen Jahreszeit dann eher bequeme Joggpants.

 

Sophie Krüger: Was habe ich vergessen, zu fragen?

Hmm, lass mich überlegen.

Vielleicht eines noch zu Introversion: Zahlreiche Studien haben ergeben, dass Introversion oder Extroversion genau wie Gewissenhaftigkeit, Freundlichkeit und Pflichtbewusstsein zu 40 bis 50 Prozent erblich sind.
Wir alle kommen also mit einem vorbestimmten Temperament auf die Welt. Die weitere Entwicklung wird dann durch die Kindheit und den Umgang der Menschen miteinander bestimmt.
Wenn wir in einer fürsorglichen und heilen Umgebung aufwachsen, können wir uns auch als Erwachsene zu energiegeladenen großen Persönlichkeiten entwickeln, ganz egal ob intro- oder extrovertiert.
Allen Introvertierten möchte ich gerne noch sagen:

Kleinhenz Coaching

Bleib so wie du bist! Denn es gibt Menschen die dich genau sooo lieben!

 

Sophie Krüger‘s Fazit am Ende unseres Gespräches:

Ich muss sagen das ist ein bisschen gruselig. 😱 Woher weißt du so viel über mich? Wirklich interessant. Sicher auch für die Leserinnen, von denen sich einige bestimmt wiedererkennen.

Lach, liebe Sophie ich danke dir für unser interessantes Gespräch und die kleinen Einblicke in deine Welt der Mode.

Mein Fazit:

Dass introvertierte Frauen ihre Stimmung durch die richtige Kleidung beeinflussen können, war mir bisher nicht wirklich bewusst. Und die Idee, Outfits die ich sehr mag zu fotografieren und diese Bilder in den Kleiderschrank zu hängen finde ich richtig klasse.

Das habe ich erst durch den 2. Teil des Blogartikels von Sophie erfahren. Hier gibt es für uns Intros noch viele weitere Tipps zum Thema Stil, Stoffe, Accessoires und Make up.

Jetzt ist nur noch eine Frage offen:

Warum haben Intros den Tiger im Tank?

Hast du den Blogbeitrag gelesen? Dann hast du die vielen Stärken von uns Introvertierten entdeckt.

Genau deshalb haben wir den Tiger im Tank. Wir müssen ihn nur viel öfter raus lassen. 😊

Liebe Grüße

Brigitte

Hallo, ich bin Brigitte Kleinhenz. Stillen, angestellten Frauen zeige ich, wie sie im Beruf vom Herzen her erfüllt sein können. Mit der richtigen Energie wird dein Mindset aufgebaut, das auch zu deinen eigenen Werten passt. Du erfährst, wie du dein volles Potential entfalten kannst und was für dich wichtig ist, damit du ein glückliches und sinnerfülltes Leben führst. Du lebst JETZT. Sei offen für Neues und lebe deine Einzigartigkeit. Gerne unterstütze ich dich dabei. Ich freue darauf dich kennen zu lernen.
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