Ich zeige Frauen den Weg zu ihrem Stil.

 

Jetzt fragst du dich wahrscheinlich, was hat die Rückkehr aus der Elternzeit in den Beruf mit Stil zu tun. Mehr als du momentan vermutest.

Mit Stil verbinden wir in erster Linie die Kleidung, die wir tragen. Aber glaub mir, es gibt auch in Bezug auf den Wiedereinstieg in den Beruf einen gewissen Stil, den es einzuhalten gilt, damit es nicht nur ein guter, sondern ein sehr erfolgreicher Start im Beruf wird.

Aber lass mich zuerst mit Sophie B. Krüger, meiner heutigen Interviewpartnerin zum Thema Kleidungsstil im Beruf, sprechen.

Sophie hat ein eigenes Unternehmen und ist Imageberaterin in Berlin. Außerdem ist sie Mutter von zwei ganz entzückenden Kindern, einer Tochter (*2011) und einem Sohn (*2014).

 

Liebe Sophie, wie bist du zum Thema Imageberatung gekommen? Und warum hast du dir gerade diesen Beruf ausgesucht?

Ursprünglich habe ich Kostümbild an der UDK in Berlin studiert (Anmerkung: Universität der Künste Berlin ist die größte Kunsthochschule Europas).

Um noch ein besseres Verständnis für den menschlichen Körper zu entwickeln und welche Farben & Schnitte nicht nur die Rolle des Schauspielers, sondern auch in selbst unterstützen, habe ich noch eine Ausbildung zur Image-Beraterin draufgelegt.

Was ich dort an Informationen auch für und über mich mitnehmen konnte, hat mich sehr bewegt. Schnell kam mein Entschluss, dass ich noch viel mehr bewegen und mitgeben kann. Ich unterstütze andere Frauen dabei, ihre Persönlichkeit unter anderem durch ihre Kleidung auszudrücken. Und sich dadurch mit sich und ihrem Körper wohl zu fühlen.

 

Wie läuft eine Imageberatung mit dir ab?

In der Regel kommen die Klientinnen zu mir in mein Büro in Berlin. Im Rahmen der dreieinhalb stündigen Beratung zeige ich ihnen, welche Farben Ihnen am besten stehen. Wie sie im Hand umdrehen ein müheloses Tages Make-up auflegen, das sie frisch und kompetent wirken lässt und bei dem sie sich immer noch selbst im Spiegel erkennen.

Teil drei der Beratung widmet sich der Figur: Welche Schnitte, Muster und Materialien unterstreichen die Proportionen am besten und mit welchen “Outfit -Formeln“ (Kleidungskombinationen abgestimmt auf den Figur-Typ) können sie sich rundum wohl und sicher fühlen und von ihrer besten Seite zeigen.

 

Wow, das hört sich sehr interessant an.

Welche fünf Teile sollte ich denn unbedingt in meinem Kleiderschrank haben, wenn ich beruflich gut angezogen sein möchte?

Das lässt sich allgemein leider überhaupt nicht verallgemeinern, auch wenn man in Blogs und Zeitungsartikeln oder Büchern immer wieder Listen mit den so genannten „must haves“ finden kann.

Es können beispielsweise Kleidungsstücke oder Accessoires, die sich sehr vielseitig kombinieren lassen, sein. Die der Trägerin ein gutes Gefühl geben oder zu einen gewissen Wiedererkennungswert für sie beitragen.

 

Was rätst du kleineren Frauen anzuziehen und welche Kleidung sollten sie meiden?

Kleinere Frauen sollten zu viele Unterbrechungen in ihrem Outfit vermeiden.

Colorblocking zum Beispiel, also diverse Farbenunterbrechungen innerhalb eines Outfits, auch wenn es zeitweise durchaus angesagt ist.

Vorteilhafter ist es für Petites, sich von oben nach unten dunkler zu kleiden, weil Farben auch optisch ein Gewicht haben.

Dabei wirken die dunklen schwerer und können dich regelrecht kleiner drücken, wenn sie im Oberkörperbereich eingesetzt werden.

Es ist demnach vorteilhafter, sich durch dunklere Farben in Schuhen und Hosen nach unten hin zu erden und dann in Richtung Gesicht immer heller und farbiger zu werden.

Hilfreich ist es außerdem, auf Längsbetonungen im Outfit zu achten, zum Beispiel den Fuß in die Streckung des Körpers mit einzubeziehen.

Das geht natürlich am leichtesten durch einen dezenten Absatz, schmale, längliche Schuhform, schmale Hosen, vertikale Streifen oder Nähte, lange Ketten und V-Ausschnitte und natürlich Einteiler wie Kleider oder Jumpsuits.

 

Ich glaub‘, da muss ich mal meinen Kleiderschrank ausmisten. Hast du eine Idee, wieso es mir so schwer fällt, Klamotten auszurangieren?

Dafür kann es verschiedene Gründe geben.

Möglicherweise kannst du nicht genau einschätzen, welche Schnitte und Farben dir gut stehen und bist unsicher, welche Sachen du wirklich guten Gewissens aussortieren kannst. Ganz besonders, wenn eine gewisse finanzielle Investitionen in den Teilen steckt.

Selbst wenn du das Kleidungsstück bisher nicht oder wenig getragen hast.

Andere häufige Gründe sind auch eine emotionale Verbindung zu dem Kleidungsstück, weil du es in einer schönen Situation getragen hast oder von einem lieben Menschen geschenkt bekommen hast.

Häufig wird auch Kleidung gehortet, die mittlerweile zu klein geworden ist, aber wir möchten die Hoffnung nicht aufgeben, dort irgendwann noch mal rein zu passen.

 

Hach, jetzt hast du mich erwischt. 🙈

Ich habe auch noch ein Kleid im Schrank hängen, das mir spontan gefallen hatte, ich aber nur einmal getragen habe.


Kleinhenz Coaching_Blog

Welchen Spontankauf hast du zuletzt gemacht? 

Ein langes Sommerkleid von COS.

Ist schon eine Weile her und zeigt, dass ich in der Regel wenig und sehr bewusst kaufen. Ich bin Spontankäufen gegenüber aber gar nicht abgeneigt. Manchmal sieht man etwas und weiß einfach genau, das ist es.

Die Chance, dass der neue Liebling auch wirklich zum Einsatz kommt und nicht nur einer Laune entspringt, steigt natürlich, je besser man sich, seinen Stil und die vorhandene Garderobe einschätzen kann.

 

Welche Erfahrungen hast du gemacht?

Hat Kleidung einen Einfluss auf den eigenen Erfolg?

Kann man sich dadurch stärker und selbstbewusster fühlen?

Auf jeden Fall. Wenn du Kleidung trägst, die du liebst und in der du dich rund um wohl fühlst. Die deine körperlichen Vorzüge unterstreicht und authentisch deine Botschaft nach außen trägt, wirkst du sehr vorteilhaft und überzeugend auf andere.

Eine sehr gute Voraussetzung, um das auch zu sein, denn durch das damit gewonnene Selbstbewusstsein trittst du viel präsenter und mutiger auf. Wodurch es dir viel leichter fällt, der Welt zu zeigen, was du drauf hast.

Was gerade bei Frauen, die nach der Elternzeit wieder durchstarten wollen, von Vorteil sein kann. 😉

 

 

Bild_11_Geheimnisse
Kleinhenz Coaching

Hallo ich bin Brigitte,

Du fühlst dich überfordert, wenn du an dein Elternzeitende denkst?

Dann klicke auf den Button...

Hidden Content

 

 

Nach dem vielen Homeoffice und Homeschooling in diesem Jahr, hat die eine oder andere Frau möglicherweise einige Pfunde mehr auf den Hüften.

Kann sich eine Frau trotz Übergewicht vorteilhaft anziehen?

Unbedingt. Auch für Frauen, die mehr von sich haben, gibt es Farben, die ihnen persönlich ganz besonders gut stehen.

Außerdem können sie durch den Einsatz von vorteilhaften Schnitten und Materialien dazu beitragen, dass sie sich in ihrer Haut wohl und gut angezogen fühlen.

Natürlich kann man durch welche Tricks und Kniffe auch immer, aus einer Größe 46 keine wahrgenommene Größe 36 machen.

Doch darum geht es ja auch nicht.

Ich – und ganz bestimmt auch jede Menge andere Frauen – finde es total inspirierend und toll, wenn ich Frauen treffe, die keine Model-Maße haben und trotzdem sichtbar Freude an sich und der Auswahl ihrer Kleidung haben.

Dass sie eben nicht in dunklen, zeltartigen Kleidern unterwegs sind, sondern mit Farbe, spannenden Schnitten und mutigen Accessoires spielen.

 

Hast du ein persönliches Markenzeichen? 

Das wird wohl am ehesten mein Haarschnitt sein. Auch wenn ich immer mal wieder denke, es wäre an der Zeit für eine neue Frisur, habe ich bislang keine gefunden, die alle meine Wirbel so gut in Schach hält. Das wird sich wohl so schnell auch nicht ändern.

 

Was war deine modische Jugendsünde?

Blaugrüne Haare und löchrige, verfärbte Hosen. Eigentlich ganz normal heute, aber meine Eltern waren zu der Zeit zufriedenstellend entsetzt.

 

Aktuell ist das Thema Nachhaltigkeit in aller Munde. Was ist für dich nachhaltige Kleidung?

In erster Linie ist es natürlich Mode, die ökologisch und ethisch korrekt produziert, gehandelt und verkauft wird.

Zum Glück gibt es mittlerweile davon eine breite Auswahl an Kleidung auch ganz verschiedener Modestile.

Doch meiner Meinung nach ist es nicht nur die Art der Herstellung von Kleidung die Mode nachhaltig macht, sondern auch mein eigener Umgang damit.

Kaufe ich mir jede Saison einen Schrank voll mit der neuesten Kollektion, oder trage ich meine Kleidung möglichst lange und pflege sie entsprechend.

Auch den Kauf von Secondhand-Mode könnte man dazu zählen.

Mit dem Wissen darüber, was einem steht, wie man wirken möchte und welche Art von Kleidung die einzelnen Lebensbereiche (Freizeit, Beruf, Sport, Vereinsleben,…) erfordern.

Es ist durchaus möglich, mit einem sehr überschaubaren Kleiderbestand lange Zeit sehr glücklich zu sein, ohne sich beim morgendlichen Blick in den Spiegel selbst zu langweilen.

 

Kleinhenz Coaching_Blog

 

Wo findest du einen Ausgleich zu deiner Arbeit? Was macht dich persönlich glücklich?

So richtigen Ausgleich zu meiner Arbeit brauche ich eigentlich nicht, denn ich empfinde meinen Beruf nicht als anstrengend, sondern immer wieder aufs Neue inspirierend.

Es ist einfach toll, mit jeder Kundin neu dazu zu lernen. Für mich ist jeder Tag, an dem ich nichts Neues gelernt hab, ein verlorener.

Neben meinem Durst nach neuem Wissen liebe ich meine täglichen Kurzausflüge in den Wald, kreativ sein mit meinen Kindern und eine gute Tasse Tee.

 

Und was ist für dich das Schönste nach einer Styling-Beratung?

Das Schönste für mich nach oder an einer Styling-Beratung ist, zu erleben, wie die kleinen Häppchen der Selbsterkenntnis das Gesicht der Kundin immer mehr erhellen.

Ich finde es genial, dass ich dazu beitragen kann, so etwas bei ihnen zu bewirken.

Dass sie sich selbst klar wahrnehmen und annehmen können.

Ihre Freude an und auf Farbe zu wecken und daran, sich Schönsein zu erlauben und sich zu zeigen, wie sie sind.

Und natürlich über das entsprechende Feedback, wenn sie mir später mailen, was sich nach der Beratung alles in ihrem Schrank und Leben getan hat. 😊

Huch, Sophie, ich merke grade, Styling-Beratung und Coaching von Frauen in herausfordernden beruflichen und privaten Situationen hat doch sehr viel gemeinsam. Hätte ich nicht gedacht.

Ganz herzlichen Dank an dich, liebe Sophie, ich freue mich, wenn wir uns in Berlin bald mal wiedersehen.

 

Was nimmst du, liebe Leserin, aus diesem Beitrag mit für deinen Wiedereinstieg in den Beruf?

Konnten wir dich inspirieren?

Schreib mir gerne einen Kommentar.

 

Ich bin Erfolgs-Coach für Frauen. Entdecke dein wertvolles Potential. Bring Klarheit in deine persönlichen Bedürfnisse und treffe selbstbewusst Entscheidungen im Einklang von Kopf und Bauch. Gehe DEINEN beruflichen Weg.

Kontakt zu mir

 

mehr lesen

Glatter Einstieg oder doch chaotisch?

 

Bist du eher eine Chaosqueen, oder lässt du es lieber organisiert und geplant angehen? Deine Rückkehr aus der Elternzeit zurück in den Beruf?

Viele Frauen freuen sich so sehr auf ihre Elternzeit und den Nachwuchs, dass sie die Planung ihrer geplanten Rückkehr in den Beruf schleifen lassen.

Nicht wenige wollen ihre Tätigkeit euphorisiert wieder aufnehmen und glauben, dass ihr Wiedereinstieg in den bisherigen Job doch einfach sei. Du kennst schließlich deinen Arbeitgebern aus der früheren Tätigkeit. Aber Pustekuchen, weit gefehlt.

Leider wird deine Realität schnell erschüttert, denn die Berufswelt hat sich in den letzten Monaten oder auch Jahren des Ausstiegs weitergedreht. Sie ist definitiv nicht mehr die selbe.

Damit du später keinen „Spagat“ machen musst, solltest du dir bereits im Vorfeld deines Wiedereinstiegs einige Gedanken machen und einiges beachten:

 

Was willst DU eigentlich?

Hast du dir Gedanken darüber gemacht, ob du nach der Elternzeit wieder an deinen bisherigen Arbeitsplatz zurückkehren möchtest? Gibst du einen Teil deiner Aufgaben ab? Oder willst du bei deinem Arbeitgeber danach in ein neues Aufgabengebiet? Weder noch? Womöglich einen komplett neuen Beruf erlernen oder bei einem anderen Arbeitgeber durchstarten? Diese Fragen sind wichtig für dich, damit du weißt, was du wirklich willst.

Blog_Kleinhenz_Coaching

Klare Vereinbarungen

Treffe mit deinem Arbeitgeber schon einige Wochen vor deinem Ausstieg aus der Berufstätigkeit klare Absprachen. Wer deiner Kollegen kann welche Aufgaben von dir übernehmen und wie lange willst du Elternzeit in Anspruch nehmen.

Vielleicht gibt es die Möglichkeit während deiner Elternzeit als Urlaubsvertretung einzuspringen. Oder in Teilzeit während Elternzeit zu arbeiten. Du musst ja nicht gleich mit den maximal möglichen 30 Stunden starten.

Signalisiere auch, dass du bei Auftragsspitzen gerne unterstützt und zur Verfügung stehst. Dann weiß dein Vorgesetzter, dass du ein Interesse am Unternehmen hast und er auf die zählen kann, wenn er dich braucht.

 

Während deiner Elternzeit

Wie geht es dir, wenn sich eine Freundin wochenlang nicht meldet? Du fragst dich, was du falsch gemacht haben könntest, oder? Und auch, ob sie kein Interesse mehr an eurer Freundschaft hat.

So ähnlich geht es auch deinem Vorgesetzten und deinen Kolleg*innen, wenn längere Zeit nichts von dir hören.

Halte regelmäßig Kontakt mit ihnen, auch im Hinblick darauf, dass du für eventuelle Weiterbildungsangebote während deiner Elternzeit zur Verfügung stehst, um auf dem aktuellen Wissensstand zu bleiben. Nicht selten werden Programmerweiterungen oder Updates vorgenommen. Wenn du mit deinem Wissen auf einem aktuellen Stand bleibst, bist du schneller einsatzfähig.

Blog_Kleinhenz Coaching

Schau‘ dir deine beruflichen Motive an

Willst du zurück in deinen Beruf, weil du ihn liebst, oder weil du auf das Geld angewiesen bist? Dann ist es wohl eher ein Job.

Ich höre immer wieder von meinen Kundinnen, dass sich die Gespräche während der Elternzeit gefühlt nur noch um Kinder, Kita und Haushalt drehen. Das zieht sie selbst nach unten und frustriert zunehmend.

Es gibt aber auch Frauen, die trotz Kind*er Karriere machen möchten und sich deshalb selbst starkem Druck aussetzen, wenn sie eine Führungsposition anstreben.

Schau‘ dir also an, welche deine Motive sind.

Wenn du weißt, wieviel Platz dein Beruf in deinem Leben künftig einnehmen soll, bist du schon einen großen Schritt weiter. Vergiss dabei aber nicht, dass auch deine Familie Kraft kostet und du immer wieder auch Auszeiten für dich selbst brauchst, damit du nicht ausbrennst.

 

Du musst nicht alles alleine schaffen!

Manchmal hab‘ ich das Gefühl, dass Frauen immer alles alleine schaffen wollen, oder meinen, dass sie es alleine schaffen müssen. Aber hey, es gibt auch Papa‘s. Ganz egal, ob er dein Partner ist oder nicht mit dir zusammenlebt. Er hat die gleiche Verantwortung wie du für den Nachwuchs und sollte dich unterstützen und seinen Teil dazu beitragen. Nicht nur in finanzieller Hinsicht.

Zur Klärung aller Rahmenbedingungen gehört auch, dass du für eventuelle Notfälle, wie unverhoffte Kinderkrankheiten gewappnet bist. Gibt es die Möglichkeit gegebenenfalls im Homeoffice zu arbeiten? Ist eine Oma in greifbarer Nähe? Gibt es eine Tagesmutter, der du vertraust? Wie sind die Kitazeiten? Gibt es überhaupt in absehbarer Zeit einen Platz?

Es gibt gefühlt 1000 Fragen, die du dir stellen solltest, um deine Zukunft und die deiner kleinen Familie zu planen.

Zum Thema planen fällt mir noch ein, setz dich mit deinem Partner einmal pro Woche zusammen und plant die darauffolgende Woche auf einem Wochenplaner. Darauf werden alle Termine sichtbar gemacht. So weiß jeder, was er zu tun hat, welche Termine anstehen und wo ihr Zeit zu zweit findet.

Die ist nämlich genauso wichtig. Vergiss das nicht. 😉

 

Ich bin Erfolgs-Coach für Frauen. Entdecke dein wertvolles Potential. Kläre deine persönlichen Bedürfnisse und treffe selbstbewusst Entscheidungen im Einklang von Kopf und Bauch. Gehe DEINEN beruflichen Weg.

Kontakt zu mir

 

mehr lesen

Was ist bloß mit den zufälligen, spontanen Gesprächen passiert?

 

Der zufällige, spontane Austausch ist durch dieses Handy in unseren Taschen ersetzt worden. Wir kaufen im Supermarkt ein und zahlen online und in vielen Baumärkten brauchst du nicht mal mehr mit einer Kassiererin zu sprechen, du hälst einfach nur deine Karte hin.

Wir sitzen mit gesenktem Kopf in der Bahn und beschäftigen uns eher mit unserem Bildschirm als mit der Person, die uns gegenüber sitzt. Als ich vor einigen Tagen mit der Bahn nach Berlin gefahren bin, war ich baff.

Ich hatte lediglich einen Sitzplatz im Großraumabteil bekommen, das war fast ausgebucht und KEINER sprach. Ich konnte es zunächst nicht glauben und sah mich um.

Fast alle Plätze waren belegt. Ab und zu hörte ich ein Tastaturklappern von einem Laptop, aber ansonsten starrten alle auf ihre Handydisplays oder hatten den Knopf im Ohr.

Einerseits hat sich die Welt für uns sicherlich weit geöffnet, wenn wir uns schnell mit unseren Freunden verbinden, Newsfeed scannen und Musik hören, während wir gleichzeitig auch noch einen Roman lesen!

Neues Lernen war noch nie so schnell zugänglich.

Brigitte Kleinhenz Coaching 12 Erfolg

Lerne die 12 Erfolgsstrategien kennen, mit der die Zusammenarbeit in der heutigen, agilen Arbeitswelt für Dich zum Kinderspiel wird, gerade wenn Du eher eine leise Mitarbeiterin bist.

 

Ich muss mich aber fragen, was wir vermissen, wenn wir spontane Gespräche mit Fremden nicht mehr nutzen. Ich glaube, es ist eine Chance, von anderen und über uns selbst zu lernen. 

Einige Wochen zuvor, als ich in der Bahn unterwegs war, schaltete ich mein Telefon aus. Eine junge Frau kam mit ihrem kleinen Sohn ins Abteil, das regulär für sechs Personen gedacht ist.

Sie erzählte mir, dass sie mit dem Kleinen das erste Mal seit der Geburt bei ihren Eltern in Berlin war. Der kleine Max war bereits fünf Monate alt. Und sie lebt mit ihrem Mann in München. Leider können die Eltern gesundheitsbedingt nicht nach Bayern kommen. Die Fahrt wäre einfach zu anstrengend für ihren Vater. Sie hatte ihre Eltern sehr vermisst.

So hab‘ ich auch erfahren, dass sie ursprünglich nach Berlin geflogen war, aber dem Kleinen war der Flug nicht bekommen, deshalb nahm sie die fast fünfstündige Zugfahrt zurück in Kauf.  

Durch die Zwischenstopps der Bahn und die immer wieder wechselnden Fahrgäste in unserem Abteil wurde es dem Kleinen überhaupt nicht langweilig. Immer wieder gab es für ihn Neues zu entdecken und neue „Spielkameraden“. Und zwischendurch schlief er auch mal kurz ein.

 

Ich habe seitdem nie mehr die Kraft der Mutterliebe unterschätzt.

 

Aus den spontanen, aufmerksamen Gesprächen habe ich viel lernen können.

Meine introvertierte Bibliothekarin Andrea erzählte mir: „Berlin ist eine schwierige Stadt für Introvertierte. Als ich nachts mal nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren wollte, sondern ein Taxi rief, weil ich total müde war und nach dem Kongress nur nach Hause und weg von den Menschen wollte, traf ich ausgerechnet auf einen sehr extrovertierten Taxifahrer.

Er fing an, mit mir zu reden, was ich meist vermeide, aber ich dachte an deine Worte und wollte „engagiertes Zuhören üben“ und beschloss, es zu versuchen. Wir führten ein wunderbares Gespräch über seine Heimat Korfu und die Schönheit der Insel.“

Andrea fuhr fort, dass sie dankbar sei, dass sie sich die Zeit genommen hat, um zuzuhören um von diesem extrovertierten Fahrer zu lernen.

 

Offen zu sein und Gespräche mit Fremden zu führen, kann deine Welt erweitern.

 

Eine Geschichte habe ich noch entdeckt, die ich dir unbedingt erzählen muss.

Ein Barbesitzer in England wollte wieder spontane Unterhaltungen in seine Kneipe zurückbringen. Er war es leid, dass jeder nur über sein Handy hing. Er überlegte, wie er das machen könnte und installierte Kupferdrahtgeflecht in der Decke der Bar und Zinnfolie an den Wänden, um zu verhindern, dass Handysignale in die Kneipe gelangen. „Es hat funktioniert. Ohne Handy reden die Gäste tatsächlich wieder miteinander. Und sie lieben es.“ sagte Taylor, der Barbesitzer.

Es liegt also tatsächlich an uns, die Möglichkeiten zu nutzen, damit zufällige Gespräche wieder stattfinden. Und wir werden nie erfahren, welche Wege sich öffnen können, wenn wir nur am Display unseres Handys kleben bleiben.

 

Bist du auch ein Display-Junkie? Oder legst du dein Handy bewusst weg?

 

Hallo, ich bin Brigitte Kleinhenz. Erfolgs-Coach für leise Frauen 30+ die mit mehr Mut und Energie ihre Träume & Ziele verwirklichen wollen. Du lebst JETZT. Sei offen für Neues und lebe deine Einzigartigkeit. Ich freue mich auf dich.

Kontakt zu mir

 

mehr lesen

5 Tipps für Intros: Umgang mit Konflikten mit deinem Liebsten

 

Verena ist eine frisch verheiratete introvertierte Projektleiterin in einem Start-Up-Unternehmen. Beim Mittagessen erzählte sie mir, dass es für sie einfacher sei, Konflikte mit ihrer gemischten Arbeitsgruppe anzugehen, als mit ihrem extrovertierten Ehepartner. Sie erzählte mir, dass sie Angst hatte, dass sie, wenn sie auf Zehenspitzen umeinander herumtanzen, wie ihre Eltern enden würden, die kaum mehr miteinander sprachen und keine glückliche Ehe hatten. „Irgendwelche Tipps?“, fragte sie.

 

Erfahrung lehrt – auch Lebenserfahrung

Ich bin kein Eheexperte, aber ich habe ein paar Dinge aus der Ehe mit meinem introvertierten Ehemann Hugo in über 25 gemeinsamen Jahren gelernt. Das größte Learning? Ich kann ihn nicht ändern. Er wird nie auf und ab springen, wenn er aufgeregt ist oder mir sagt, dass er mit mir unbedingt über ein Thema sprechen möchte.

Vermeide keine Konflikte – ich weiß, Intros sind sehr konfliktscheu und harmoniebedürftig. Durch gelebte Gefühle und glühende Reaktionen können wir Dampf ablassen, oder aber sie führen zu Abneigung und Wut. Wenn wir sie nicht zulassen, können sie später zu größeren Explosionen führen, die wir im Grunde unseres Herzens gar nicht wollen.

Deshalb sprich über deine Gefühle und zwar nicht nur in deinem Kopf sondern mit Worten laut aus!

Was ich aus genialen Gegensätzen gelernt habe:

Ich habe nach „genialen Gegensätzen“ gesucht, nach introvertierten und extrovertierten Paaren, die dafür sorgen, dass ihre Beziehungen funktionieren. Wie Michelle und Barack Obama ergänzen sich diese Paare und lernen auch, wie sie ihre Differenzen überwinden und gestärkt auf der anderen Seite auftauchen.

Brigitte Kleinhenz Coaching 12 Erfolg

Lerne die 12 Erfolgsstrategien kennen, mit der die Zusammenarbeit in der heutigen, agilen Arbeitswelt für Dich zum Kinderspiel wird, gerade wenn Du eher eine leise Mitarbeiterin bist.

Extrovertierte und Introvertierte unterscheiden sich grundlegend.

Introvertierte belastet es, wenn sie mit zu vielen Menschen zusammen sind. Extrovertierte dagegen finden und brauchen die „große Bühne“ und das Rampenlicht und gewinnen ihre Energie dadurch zurück.

 

Extrovertierte sprechen, um zu denken;
Introvertierte denken, um zu sprechen.

 

Diese Unterschiede können manche Paare schon verrückt machen. Aber für diejenigen, die in der Lage sind, zusammenzuarbeiten, können die kombinierten Stärken unglaublich gute Ergebnisse erzielen – solche, die sie alleine niemals erreichen könnten.

Erfolgreiche Gegensätze in Beziehungen erkennen ihre Unterschiede an, indem sie sich gegenseitig herausfordern und trotzdem akzeptieren. Sie anerkennen, dass Entscheidungen auch mal mit Konflikten einhergehen und dass Konflikte normal, natürlich und notwendig sind.

Sie wissen auch, dass Meinungsverschiedenheiten den Weg zu einem Ergebnis eröffnen. Erfolgreiche Gegensätze bewirken innovative und kreative Lösungen und die Vermeidung von Konflikten führt zu Spannungen, die diesen Ergebnissen im Wege stehen.

Der Biologe Francis Crick sagte so schön: „Höflichkeit ist Gift für jede gute Zusammenarbeit.“

Introvertierte und extrovertierte Gegensätze können gemeinsam außergewöhnliche Dinge erschaffen, indem sie das Beste aus sich herausholen. Aber sie müssen bereit sein, „die Kämpfe zu führen“, damit die Welt von den Ergebnissen ihres Genies profitiert. Liebende Paare können das Gleiche tun.

Tipps für Intros

Denke an die Energieunterschiede

Akzeptiere, dass die introvertierte Energie deines Partners möglicherweise mit der Zeit verloren geht, oder dass dein extrovertierter Kollege während eines Konflikts immer aufgeregter wird. In Konflikten und Stress übertreiben wir unsere Stärken (sprechen gerne öfter und lauter als Extrovertierte oder ziehen uns als Introvertierte in unser Schneckenhaus zurück).

Widerstehe der Tendenz, deine natürlichen Merkmale zu verstärken. Manchmal ist eine Auszeit die beste Lösung, um sich neu zu justieren und wieder zusammen zu kommen und mit einem klaren Kopf zu starten. Berücksichtige auch Pausen oder Momente der Ruhe, um eine Lösung zu finden.

 

Sage ihnen, was du brauchst

Du kannst den Grundstein für eine klare Kommunikation legen, indem du deinen Partner genau wissen lässt, was du brauchst und kannst dadurch emotionale Ausbrüche vermeiden. Wenn du in Ruhe zurückgezogen arbeiten möchtest, sag es ihnen. Oder wenn du deine Gedanken ausschütten und los werden willst, sag es ihnen. Gedankenlesen funktioniert hier nicht.

 

Krisen gemeinsam managen

Wenn eine unvermeidliche Krise auftritt, steckt eure Köpfe zusammen und findet einen Weg da durch. Das bedeutet häufig, dass der Partner des Paares herangezogen wird, der für das jeweilige Problem besser geeignet ist. Das Herausfinden der logischen Lösung kann dessen Stärke sein.

 

Bring einen Dritten ins Spiel

Manchmal, wenn du in einer Sackgasse steckst, wird keine Diskussion mehr funktionieren. Die beste Maßnahme, die du dann ergreifen kannst, ist, eine neutrale Partei, einen objektiven Außenseiter, hinzuzuziehen, um die Spannungen zu überwinden und zu helfen, sich vom Problem zu lösen und einen Win-Win-Weg zu finden.

In Michelle Obamas Buch „Becoming“ spricht sie unter anderem auch darüber, wie man als junger Mensch zur Heiratstherapie geht und wie man seine Kommunikation und Verantwortung mit kleinen Kindern steuert und Karriere macht. Das heißt aber nicht unbedingt, dass das für dich die richtige Lösung ist.

 

Gehen und reden

Ziehe auch in Betracht, dein Gespräch außerhalb der eigenen Wohnung zu führen. Sozusagen auf neutralem Boden. Das Aussprechen deiner Ideen beim Spazierengehen hilft Extrovertierten, Klarheit über den eigenen Standpunkt zu gewinnen. Introvertierte werden auf das entspannte Tempo reagieren. Du sparst gleichzeitig Energie, indem du dich nicht darauf konzentrieren musst, was beim Augenkontakt und beim Hören alles zusätzlich passiert. Wenn beide die Gedanken fließen lassen, indem sie aufstehen und sich bewegen, entstehen neue Ideen und gemeinsame Lösungen entstehen viel leichter.

Je höher der Einsatz in der verzwickten Situation ist, desto wichtiger ist es, dass beide als ergebnisorientiertes Team oder Paar die Kämpfe auch lösen wollen.

Das Teilen von Wissen über introvertierte-extrovertierte Unterschiede mit deinem Liebsten ist kein Allheilmittel.

Es führt möglicherweise nicht zu Auseinandersetzungen, bei denen du die Methode „der Abfalleimer ist voll“ anwendest (meine, übrigens), aber es kann dir dabei helfen, die statische Aufladung, die zwischen euch liegt, zu beseitigen.

 

Meine Oma hat mehrfach gesagt:

„Am Abend, wenn du ins Bett gehst, dann niemals mit dem Ärger, den es tagsüber zwischen dir und deinem Partner gegeben hat. Das Problem muss vorher gelöst werden.“

Und Oma’s haben ja sooo recht, oder? 😉

Schönen Valentinstag!

 

„Wenn du glücklich sein willst, sei es.“

Leo Tolstoy

 

Hallo, ich bin Brigitte Kleinhenz. Erfolgs-Coach für leise Frauen 30+ die mit mehr Mut und Energie ihre Träume & Ziele verwirklichen wollen. Du lebst JETZT. Sei offen für Neues und lebe deine Einzigartigkeit. Ich freue mich auf dich.

Kontakt zu mir

 

mehr lesen

Journaling, warum es für Intros perfekt funktioniert

 

Ich habe mal gelesen, dass „ich schreiben soll, um zu lernen, wie ich denke“. Gerade für uns Introvertierte ist das relativ einfach, wir tun uns beim Schreiben eher leicht.

Klassisches Tagebuch führen oder „Journaling“, wie es heute oft genannt wird, kann eine wirkungsvolle Methode sein, um deine Gedanken zu sortieren. Es hilft dir, langsamer zu machen und einen Schritt zurück zu treten.

Es gibt dir die dringend nötigte Zeit, um Dinge zu durchdenken und deine „Kreuz- und Quer-Gedanken“ und Gefühle aufzulösen.

Ich habe vor langer Zeit versucht, ein Tagebuch zu führen, wurde aber nicht warm damit und hatte das Gefühl, dass ich es falsch verstanden habe. Also hab‘ ich es schnell wieder aufgegeben.

Heute betrachte ich Journaling anders: Es ist ein Tool für meine täglichen To-Do‘s.

Ich nutze es dann, wenn ich es brauche.

Manchmal ist das jeden Tag im Monat, ein anderes Mal nur alle paar Tage. Mal am Morgen, bevor ich richtig in den Tag starte: Auf jeden Fall IMMER bevor ich das Handy zur Hand nehme, um zu sehen, was in der Welt da draußen auf mich wartet.

Und ein anderes Mal am Abend. Dann wird es zum Dankbarkeitsbuch für das, was mir am Tag wiederfahren ist.

Es hängt also ganz davon ab, was mehr Aufmerksamkeit benötigt.

Ich schreibe ein Journal, um diejenigen Dinge zu durchdenken, die mich bewegen oder ablenken. Das hat den positiven Effekt, dass ich danach klarer sehe.

Langsam wird es zu einer lieben Gewohnheit und ich habe das Gefühl, endlich zu verstehen, warum es wichtig für mich ist.

„In any given moment, we have two options:

To step forward into growth or back into safety.“
Abraham Maslow

Als Introvertierte beende ich inzwischen meinen Tag viel lieber mit meinem Tagebuch, anstatt nach der Arbeit noch zu irgendeinem gesellschaftlichen Ereignis zu gehen.

Kleinhenz_Coaching_Blog

 

3 Gründe, warum Journaling uns Introvertierte unterstützt

1) Es macht dich produktiver

Wenn du morgens, bevor du in den Tag startest dein Journal schreibst und die Worte aus deinem Stift fließen lässt, dann priorisierst du deinen Tag automatisch.

Du schreibst, was dich die Nacht zuvor beschäftigt hat und was dich heute erwartet und wie dein Tag verlaufen wird. Julia Cameron hat in „The Artist’s Way“ geschrieben: Beginne jeden Tag mit drei „Morgenseiten“.

Es gibt dabei kein richtig oder falsch. Schreib‘ einfach drauf los. Du synchronisierst damit deinen Tag und beseitigst geistige Unordnung und nervige Gedanken. Sie halten dich somit nicht mehr ab, dich auf die wichtigsten Aufgaben des Tages zu konzentrieren.

Mich fasziniert immer wieder, was in meinen Journaling-Minuten entsteht. Der Verstand hat noch nicht richtig angefangen zu arbeiten und zensiert sich dadurch nicht selbst.

Ich halte Ideen, Einsichten und Gefühle fest.

Wenn ich etwas noch mal tiefer nachdenken will, dann mache ich das schon mal mit einem Hinweisstrich „-“ oder ein Plus „+“.

Diese Hinweise erfordern später „zusätzliche“ Aufmerksamkeit. Es hilft mir, den Verstand zu beruhigen, da ich weiß, dass es sicher aufbewahrt wird und ich später nochmal darauf zurückgreifen kann.

Wenn ich dann in meine Tagesaufgaben starte, bin ich sehr viel fokussierter und dadurch auch produktiver. Nervige Ablenkungen sind beiseitegelegt, weil sie bereits im Journal festgehalten wurden.

2) Es hilft dir, mit anderen zu kommunizieren

Introvertierte stellen oft fest, dass es immer wieder einen gewaltigen Unterschied gibt, zwischen dem, was wir denken, und dem, was wir in Worten ausdrücken.

Ich weiß nicht, wie oft ich mir einen brillanten Monolog im Kopf ausgedacht habe. Und dann, wenn es Zeit ist, ihn in Worten auszudrücken, stocke ich, bis ich dann doch aufgebe.

Die gedachten Worte wollen einfach nicht so aus dem Mund kommen, wie ich mir das zuvor ausgemalt hatte.

Es ist irgendwie frustrierend.

Hier kommt das Journaling ins Spiel. Es ist der hilfreiche „Vermittler“ für uns Introvertierte. Es bringt unsere großartigen Ideen in die Welt (sollten wir sie ausdrücken wollen) und auf’s Papier.

Journaling ermöglicht dir, deine Ideen, Gedanken und Gefühle zu formulieren und dir einen großen Schritt näher zu bringen, damit sie in Sprache umgewandelt werden können.

Sobald ich etwas geschrieben habe, weiß ich, dass ich es jemandem auch sagen kann. Journaling ist die Brücke, die unseren inneren Verstand mit der Außenwelt verbindet.

3) Es beruhigt unser Denken

 Ein Merkmal, das uns Introvertierte regelrecht zu plagen scheint, ist das ständige Überdenken.

Natürlich ist Denken ein sehr wichtiger Teil unseres Menschseins. Aber es ist überhaupt nicht förderlich, Gedanken, die Stress in uns verursachen, immer wieder in unserem Kopf zirkulieren zu lassen.

Nur wenn du wirklich präsent bist, und nicht im Kopf oder Verstand herumirrst, kannst du für dich die richtigen Entscheidungen treffen.

Noch ein Fall von „zu viel des Guten“?

Durch das Aufschreiben unserer Gedanken, insbesondere derjenigen, die uns belasten, legen wir automatisch eine Pause ein.

Wenn ich einen stressigen Gedanken aufschreibe, sehe ich oft, wie belanglos das Problem tatsächlich ist. Oder es kommt mir plötzlich eine Lösung, an die ich zuvor mit keinem Gedanken gedacht hatte.

Ich schreibe oft bis ich mich besser fühle oder die Klarheit oder den Handlungsschritt habe, den ich suche.

Manchmal ist es schwer zu verstehen, was ich fühle oder warum ich so fühle. Ich kann zwar nicht die Art und Weise ändern, wie ich fühle, aber ich kann die Art und Weise ändern, wie ich denke.

Journaling ist eine fabelhafte Möglichkeit, meinen Verstand und mein Herz zu entpacken. Ich bekomme die Klarheit, den Kontext und die Distanz, die mir oft fehlt, wenn die Tage mal nicht so laufen.

Es kann auch eine schöne Möglichkeit sein, Ideen genauer zu betrachten und die eigene Wertschätzung für die gelungene Dinge zu vertiefen. Indem ich sie schriftlich dokumentiere, kann ich gute Zeiten noch einmal durchleben und sie mit liebevollen Details bewahren.

Es gibt kein richtig oder falsch.

Jounal_Bild_mit_Stifte

Du brauchst einige Fragen zur Inspiration, die du im Journal beantworten willst? Gerne.

Sie helfen dir zu starten und wenn du es regelmäßig machst, dann fliest es künftig von ganz alleine:

  1. Was macht mich im Moment glücklich?
  2. Was kostet mich Energie?
  3. Was steht auf meiner To-do-Liste und wie kann ich sie priorisieren?
  4. Für welche drei Dinge bin ich heute am dankbarsten?
  5. Was kann ich wirklich gut?
  6. Wo stehe ich mir im Moment selbst im Weg?
  7. Wer unterstützt mich aktuell am meisten?
  8. Wann habe ich dieser Person zuletzt dafür gedankt?
  9. Was macht mir Angst und wie kann ihr begegnen?
  10. Für was bin ich in der Zukunft dankbar? – Schreibe es so auf, als wäre es schon passiert.
  11. Welches Problem beschäftigt mich gerade? – Worum geht es dabei wirklich?
  12. Auf welche Leistung bin ich in dieser Woche sehr stolz?
  13. Worin bin ich wirklich sehr gut?
  14. Was muss ich loslassen?
  15. Zu was werde ich nein sagen?
  16. Was muss ich tun, um mehr Leichtigkeit zu finden?
  17. Wann fühle ich mich im Flow?
  18. Welche Dinge machen mir Freude?
  19. Was möchte ich dazulernen?
  20. Was ist ein kleines Ziel, das mich außerhalb meiner Komfortzone fordert und fördert?
  21. Bis wann setze ich dieses kleine Ziel um?
  22. Was tue ich diese Woche nur für mich?
  23. Was habe ich in den letzten Tagen dazu gelernt?
  24. Umgebe ich mich mit Menschen, die mir gut tun?
  25. Wer raubt mir Energie?
  26. Was hindert mich daran, Menschen die mir nicht gut tun, aus meinem Leben zu verbannen?
  27. Was steckt wirklich dahinter? – Was noch?
  28. Was würde ich tun, wenn ich heute erfahren würde, dass ich nur noch ein Jahr zu leben hätte?
  29. Welchen kleinen ersten Schritt kann ich noch diese Woche in Richtung dieses Ziels gehen?
  30. Was will ich wirklich in meinem Leben?
  31. Heute ist der 31. Dezember dieses Jahres. Was habe ich erreicht? Geschafft? Losgelassen? Verändert?
  32. Wie sieht mein idealer Tag aus? – Wo bin ich? Was mache ich? Wer ist dabei?
  33. Was steht meinem Glück im Weg?
  34. Welche wichtige Lektion habe ich kürzlich gelernt?
  35. Habe ich Menschen um mich, die das Beste aus mir herausholen?

Persönliches Wachstum bedeutet immer Veränderung, vorübergehende mangelnde Klarheit und all diese verwirrenden, lähmenden, unangenehmen Gefühle, die da auftauchen.

Wir leben in einer Gesellschaft, in der die Hektik, das Getümmel und die Mentalität „Ich schlafe, wenn ich tot bin“ leider immer noch in den Vordergrund treten.

Also, wenn dein Inneres dir sagt, dass es Zeit ist, langsamer zu werden und sich nach innen zu besinnen, ist es wahrscheinlich am besten, endlich zuzuhören.

Die große Hilfe, wie ich mich persönlich neu ausrichte und Klarheit finde, besteht darin, durch Journaling Raum zu schaffen, in dem mein Gehirn nur denken und verarbeiten kann.

Oft genug kommt das Leben dazwischen und stellt uns vor neue Herausforderungen. Was zu überwältigenden Gefühlen und mangelnder Klarheit führen kann.

Mein Leitsatz ist es, das Beste aus dem zu machen, was ich unter Kontrolle habe, und alles, was darüber hinausgeht, bleibt dem Universum überlassen.

Indem ich Journaling betreibe, kann ich schnellere Entscheidungen treffen und mit mehr Vertrauen in mich weitermachen.

Warte nicht auf den perfekten Job, die perfekte Beziehung oder das perfekte Timing, sondern lebe dein Leben.

Der ständige Wunsch nach mehr, mehr, mehr ist ein sicherer Weg zum Burnout und du verlierst möglicherweise die Schönheit des Lebens aus den Augen.

Journaling wird somit zu einer Art Selbstcoaching.

Mein Tipp?  Kauf dir ein schönes handliches Buch und fange noch heute damit an, ein Journaling zu schreiben.

Hier drei Beispiele, die ich empfehlen kann (ich empfehle nur, was ich selbst kenne und nutze):

Klicke auf die Bilder einfach und du erhälst mehr Infos.
*wenn du über diese Partnerlinks kaufst, zahlst du nicht mehr und ich erhalte einige Cent.

Ich wünsche dir ganz viel Erfolg beim Journaling.


Hallo, ich bin Brigitte Kleinhenz. Erfolgs-Coach für leise Frauen 30+ die mit mehr Mut und Energie ihre Träume & Ziele verwirklichen wollen. Du lebst JETZT. Sei offen für Neues und lebe deine Einzigartigkeit. Ich freue mich auf dich.

Kontakt zu mir

mehr lesen