Wie funktioniert Onlinecoaching?

 

In meinen Silent-Women-Ken­nen­lern­sprächen werde ich oft gefragt, „Wie funk­tion­iert Onlinecoach­ing?“ „Wie muss ich mir das vorstellen?“.

Daher möchte ich heute diese Fra­gen gerne aufnehmen und hier für alle leisen Frauen unter euch erläutern.

Vor eini­gen Jahren wäre wahrschein­lich nie­mand auf die Idee gekom­men online zu coachen. Unter Online-Coach­ing ver­ste­he ich ein Coach­ing, bei dem wir uns Online oder über Tele­fon tre­f­fen. Bei der Online-Ver­sion verabre­den wir jew­eils, ob das Gespräch mit oder ohne Video durchge­führt wird.

Einige Kli­entin­nen, die mehr Klarheit bezüglich ihrer näch­sten Ziele und Schritte bekom­men möcht­en, bevorzu­gen auch ein Coach­ing über Tele­fon. Wobei ich das nur anbi­ete, wenn es sich um eine kurze Her­aus­forderung oder ein kleines Hin­der­nis han­delt, das aus dem Weg geräumt wer­den soll.

Beim Online-Coach­ing befind­en sich Coach und Kli­entin in einem Online-Raum. Das ist also ein Coach­ing über eine räum­liche Dis­tanz. Ich kann aber, im Gegen­satz zu einem 1:1‑Coaching keine Hände schüt­teln oder einen Kaf­fee oder Tee anbi­eten.

Die heutige Arbeitswelt erfordert immer mehr zeitliche und lokale Flex­i­bil­ität. Mit einem Online-Coach­ing kann ich schneller auf aktuelle Gegeben­heit­en reagieren und als Kli­entin meine The­men zeitlich nah besprechen, ohne lange Anreisen.

 

Kleinhenz Coaching Online

Bild: Hier ein Beispiel aus einem Super­vi­sions-Onlinecoach­ing mit ein­er Kol­le­gin aus dem Train­ings­bere­ich.

 

In meinem Haupt­beruf als Beruf­späd­a­gogin wer­den nicht nur viele Besprechun­gen son­dern auch Schu­lun­gen und Coach­ings online durchge­führt. Ich möchte diese dig­i­tale Form nicht mehr mis­sen und genieße es dabei bequem in meinem Ses­sel sitzen zu kön­nen.

Nicht wenige mein­er stillen, also eher intro­vertierten Kli­entin­nen haben Coach­ing entwed­er noch nicht, oder erst ein- oder zweimal im 1:1, also Face-to-Face in Anspruch genom­men.

Wenn ich eine neue Kli­entin frage, wie sie sich Coach­ing vorstellt, dann höre ich als Antwort ähn­lich wie bei einem Work­shop, oder wie ein Tre­f­fen mit mein­er besten Fre­undin.

Das passt nicht ganz, aber es kommt dem schon nahe. 😊

Coach­ing hat sehr viel mit Mind­set zu tun. Du bist als Men­sch einzi­gar­tig, hast unbe­gren­ztes und ungenutztes Poten­tial und trägst gle­ichzeit­ig viele Glaubenssätze und Überzeu­gun­gen in dir, die in dein­er Ver­gan­gen­heit ent­standen sind und sich ver­fes­tigt haben.

Dazu eine kurze Geschichte:

Im Jahr 2002 war ich im Yukon, in Alas­ka unter­wegs und habe Daw­son City die Gold­gräber­stadt besucht. 1896 war hier der leg­endäre Klondike-Gol­drauch. Am Gold­feld Gold Bot­tom Creek kann man heute noch mit ein­er Pfanne Gold aus dem Fluss waschen.

Was hat das jet­zt mit Coach­ing zu tun, fragst du dich sicher­lich.

Ich möchte dir gerne anhand der Tätigkeit des Gold­waschens erk­lären, wie Coach­ing funk­tion­iert.

Du hast eine Blech­p­fanne in bei­den Hän­den, mit zunächst ganz vie­len Kiesel­steinen, kleineren Steinen und Staub. Der muss erst „aus­ge­waschen“ wer­den, damit die Gold­plättchen oder Nuggets zum Vorschein kom­men.

Beim Coach­ing räume ich als Coach durch gezielte Fra­gen immer mehr „Steine“ aus deinem Weg und ich weiß, dass du alles was du benötigst bere­its in dir trägst.

Mein Ziel ist es, dein Poten­tial, also deine „Gold-Nuggets“ an die Ober­fläche zu holen und Her­aus­forderun­gen, die sich dir in den Weg stellen (Kiesel­steine), aus dem Weg zu räu­men. Damit du dein volles Poten­tial ent­fal­ten, deinen „Gold­schatz“ zeigen und per­sön­lich wach­sen kannst.

Kleinhenz Coaching

Für mich bedeutet Coach­ing immer Hil­fe zur Selb­sthil­fe, da ich als Coach die Her­aus­forderung mein­er Kli­entin nicht lösen kann.

Ich kann aber Poten­tiale und Stärken in meinen Kli­entin­nen weck­en, die ihnen bish­er nicht bewusst waren oder die sie bish­er nicht bewusst wahrgenom­men haben. Ich unter­stütze dich also dabei Lösun­gen zu find­en, die in dir „schlum­mern“.

Das ist eine mein­er schön­sten Auf­gaben als Coach. 😊

Ich unter­stütze dich dabei deine Vor­be­halte oder Bedenken in ein­er Sit­u­a­tion aus ein­er anderen Per­spek­tive zu betra­cht­en und andere Lösungsan­sätze zu find­en.

Ein Coach­ing hat IMMER ein klares Ziel: Dich per­sön­lich vor­wärts zu brin­gen. Es kann sein, dass du mehr inneren Antrieb und Selb­stver­trauen brauchst oder bess­er mit deinen Energiere­ser­ven umge­hen möcht­est oder auch mehr Lebens­freude in dein Leben lassen willst.

Das Coach­ing­pro­gramm funk­tion­iert aber nicht … wenn DU nicht funk­tion­ierst. Sprich: Ohne deine Mitar­beit geht es nicht. Wenn du dich darauf ein­lässt, wirst du über­rascht sein, wozu du fähig bist!

 

Virtuelles Online-Coaching

 

Der Vorteil von virtuellen Online-Coach­ings ist es, dass ich mich als Coach mit mein­er Kli­entin, die oft hun­derte von Kilo­me­tern ent­fer­nt wohnt, per­sön­lich tre­f­fen kann, ohne dass eine von uns bei­den stun­den­lang auf der Auto­bahn im Stau ste­hen muss. Wir sparen also bei­de An- und Abreisezeit und somit auch Kosten. Und tun gle­ichzeit­ig etwas wesentlich­es für unsere Umwelt durch weniger CO2-Ausstoß.

Auch online kön­nen wir uns per­sön­lich in einem geschützten Raum tre­f­fen. Durch die Präsenz in den eige­nen vier Wän­den, also in ver­trauter Umge­bung, im beque­men Ses­sel mit ein­er Tasse Tee oder Kaf­fee, fällt es vie­len Kli­entin­nen leichter ihre The­men anzus­prechen. Das Coach­ing wird effizien­ter.

Meist kom­men wir so auch schneller ans Ziel der Kli­entin. Oft reichen schon wenige Ses­sions, da der Coach­ing­prozess fokussiert­er abläuft und es weniger Ablenkung gibt.

Einzige Voraus­set­zung ist eine gute Inter­netverbindung und ein ruhiger, ungestörter Raum.

Immer mehr Kli­entin­nen wählen deshalb ein Online-Coach­ing. Manche mit und manche ohne eine Kom­bi­na­tion mit Präsen­zter­mi­nen.

Vorteil ist auch, dass ein Online-Coach­ing mit ein­er „Wild Card“ kom­biniert wer­den kann. Also dann, wenn du es ger­ade drin­gend brauchst, ist es möglich ein Kurzzeit-Coach­ing zu bekom­men. Als Coach bin ich für dich da, wenn du mich ger­ade brauchst.

Die Wirk­fak­toren im Coach­ing sind genau wie bei Präsen­zter­mi­nen auch bei einem Onlinecoach­ing gegeben.

Es ist ein­er­seits möglich, dass wir uns als Coach und Kli­entin per­sön­lich über den Bild­schirm sehen. Aber nicht wenige mein­er Kli­entin­nen bevorzu­gen es ihr eige­nen Bild auszuschal­ten. Warum?

Wenn du dich das erste Mal am Bild­schirm siehst, denkst du „Ach du je, wie meine Haare heute wieder ausse­hen. Ich seh‘ ja schreck­lich aus am Bild­schirm.“

Mir ging das am Anfang nicht anders. 😉

Ich habe mich zwis­chen­zeitlich daran gewöh­nt und bin ein­er­seits acht­samer mit mir, indem ich mich für ein Onlinecoach­ing genau­so anziehe, als wenn ich meine Kli­entin 1:1 per­sön­lich gegenüber­sitze, auch wenn ich ihr nicht die Hand zur Begrüßung reichen kann.

Manche Kli­entin bevorzugt die Onlinevari­ante, die auch ohne ihr Bild möglich ist, weil sie sich so ganz auf mein White­board konzen­tri­eren kann. Das White­board ist der Ersatz für das anson­sten genutzte Flipchart.

Für mich als Coach ist es immer wieder erstaunlich, dass ich trotz oder ger­ade wegen der „Nicht­präsenz“ mein­er Kli­entin die Zwis­chen­töne, Fein­heit­en und dahin­ter steck­enden Gefüh­le noch bess­er erkenne. Aktives, aufmerk­sames Zuhören sind wesentliche Bestandteile. So kann ich den Impulsen noch geziel­ter fol­gen.

Wir kön­nen uns auch online über die aktuellen Her­aus­forderun­gen und näch­sten Ziele aus­tauschen und fes­tle­gen, was der näch­ste kleine und wirkungsvolle Step für dich ist.

Deine Stärken als Kli­entin kann ich auch online sehr gut stärken.

Wenn meine Kli­entin im Umkreis von 100 km wohnt, tre­f­fen wir uns zu Beginn oft per­sön­lich um uns Ken­nen­zuler­nen und ihr Ziel und ihre Wün­sche zu klären. Nicht wenige nutzen dann die Chance die weit­eren Coach­ingsitzun­gen online fortzuführen.

Die notwendi­ge Auf­tragsklärung zu Beginn eines Coach­ings ist aber auch direkt online möglich.

Für kleinere All­t­agshür­den ste­he ich auch über E‑Mail zur Ver­fü­gung, was ger­ade stille/introvertierte Frauen gerne nutzen. Warum?

Eine ihrer Stärken ist die schriftliche Kom­mu­nika­tion. 😉

Auf die Stärken von Intro­vertierten bin ich in diesem Blog­a­r­tikel einge­gan­gen.

Trotz­dem ziehe ich als Coach die Online- oder Präsen­z­vari­ante anstatt ein­er E‑Mail-Vari­ante vor, da ich hier gle­ich nach­hak­en und nach­fra­gen kann, ob ich eine Aus­sage richtig ver­standen habe. Was bei E‑Mails ja nur zeit­ver­set­zt möglich ist.

Wenn ich dir mit diesem Beitrag einen kleinen Ein­blick und eine mögliche Scheu gegenüber dem Online-Medi­um nehmen kon­nte und ein klein wenig zur Aufk­lärung der The­matik beitra­gen kon­nte, freut mich das.

Bei weit­eren Fra­gen, ein­fach die Kom­men­tar­funk­tion unter dem Beitrag nutzen. Ich beant­worte deine Fra­gen sehr gerne.

 

Hal­lo, ich bin Brigitte Klein­henz. Stillen Frauen zeige ich, wie sie im Beruf vom Herzen her erfüllt sein kön­nen. Mit der richti­gen Energie wird dein Mind­set aufge­baut, das auch zu deinen eige­nen Werten passt. Du erfährst, wie du dein volles Poten­tial ent­fal­ten kannst und was für dich wichtig ist, damit du ein glück­lich­es und sin­ner­fülltes Leben führst. Du leb­st JETZT. Sei offen für Neues und lebe deine Einzi­gar­tigkeit. Gerne unter­stütze ich dich dabei. Ich freue darauf dich ken­nen zu ler­nen.
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Introvertierte haben den Tiger im Tank

 

Intros haben den Tiger im Tank

Eine kühne Behaup­tung? Nein. Es ist tat­säch­lich so. Intro­vertierte haben den Tiger im Tank. Sie sind sich dessen nur nicht bewusst und fahren bildlich gesprochen oft mit ange­zo­gen­er Hand­bremse. Weshalb das so ist, möchte ich euch gerne anhand eines Inter­views erk­lären, das Sophie Krüger mit mir geführt hat.

Als ich vor eini­gen Monat­en die Image­ber­a­terin Sophie Krüger aus Berlin ken­nen lernte, wusste ich wed­er, dass sie intro­vertiert ist, noch dass sie eine sehr erfol­gre­iche Unternehmerin ist.

Vor kurzem sprach sie mich an, ob ich ihr ein Inter­view zum The­ma Intro­ver­sion gebe. Sie meinte die Hin­ter­gründe dieser Charak­tereigen­schaft sind sicher­lich auch für ihre Kundin­nen sehr inter­es­sant. Sie wollte gerne tief­ere Ein­blicke bekom­men.

Gesagt getan. Und ich kon­nte sog­ar noch einiges zum The­ma Klei­der­stil ler­nen.

 

Sophie Krüger: Was bedeutet intro­vertiert?

Intro­vertiertheit wird auch als Intro­ver­sion beze­ich­net. Das ist wed­er eine Krankheit noch etwas wofür man sich schä­men muss. Intro­vertiertheit bedeutet vielmehr, dass ein Men­sch mit dieser Charak­tereigen­schaft neue Kraft in Ruhep­hasen tankt, während der Extro­vertierte diese eher aus der Begeg­nung mit anderen Men­schen zieht.
Es ist also ein Per­sön­lichkeitsmerk­mal das uns genau­so bee­in­flusst wie unsere nationale Herkun­ft oder die Zuge­hörigkeit zu einem Geschlecht.
Ein Wis­senschaftler beze­ich­net Intro­ver­sion und Extro­ver­sion gerne als den „Nor­den und Süden des Tem­pera­ments“. Je nach­dem, ob wir weit­er dem Nor­den oder dem Süden zuge­ord­net sind, wirkt sich das auf die Beruf­swahl und unsere Kar­riere aus und bee­in­flusst uns auch, welche Fre­unde und Part­ner wir wählen. Nach neuesten Erken­nt­nis­sen sind rund 40 % der Bevölkerung weltweit intro­vertiert.

 

Sophie Krüger: Sind alle schüchter­nen Men­schen intro­vertiert?

Nein, das ist ein Irrglaube. Schüchtern­heit ist eine Block­ade, eine Angst. Das kann zum Beispiel die Angst vor Ablehnung oder Demü­ti­gung sein. Intro­vertierte sind nicht unbe­d­ingt schüchtern. Und, was noch ganz wichtig ist: Schüchtern­heit tut irgend­wo im Kör­p­er immer weh. Intro­ver­sion dage­gen nicht.
Natür­lich kön­nen diese bei­den Eigen­schaften zusam­men­tr­e­f­fen, doch auch ein extro­vertiert­er Men­sch kann schüchtern sein.

 

Sophie Krüger: Warum ist man das? Ist das ange­boren, oder kann ich mir das abgewöh­nen?

Kleinhenz Coaching

Lach, das wäre sehr schade, wenn du dir das abgewöh­nen kön­ntest.
Intro­ver­sion ist eine der am Gründlich­sten erforscht­en Gebi­ete in der Per­sön­lichkeit­spsy­cholo­gie, vor allem durch amerikanis­che Wis­senschaftler. Auch wenn das erstaunt und kaum zu glauben ist, aber rund die Hälfte der Amerikan­er tendiert zur Intro­ver­sion.
Pro­fes­sor Jerome Kagan ist ein­er der großen Entwick­lungspsy­cholo­gen aus Har­vard. Er hat über viele Jahre bahn­brechende Langzeit­stu­di­en vom Säugling bis hin zu Jugendlichen gemacht und die emo­tionale und kog­ni­tive Entwick­lung doku­men­tiert, um den Ursprün­gen des men­schlichen Tem­pera­ments auf die Spur zu kom­men. Er wollte wis­sen, woher kommt Intro­ver­sion und Extro­ver­sion. Dem­nach ist die Per­sön­lichkeit ein sehr kom­plex­es Gebilde, das sich erst her­aus­bildet, nach­dem per­sön­liche Erfahrun­gen als Kind und Jugendlich­er und auch gesellschaftliche Ein­flüsse dazukom­men. Also was erlebe ich in mein­er Kind­heit, wie geht die Umwelt mit mir als Kind und Jugendlich­er um. Das bee­in­flusst die Per­sön­lichkeit in welche Rich­tung ich nach und nach in meinem Leben tendiere. Also zur Intro­ver­sion oder zur Extro­ver­sion. Er sagt ganz klar: Tem­pera­ment ist das Fun­da­ment und die Per­sön­lichkeit das darauf gebaute Haus.

 

Sophie Krüger: Ist es das Gle­iche wie Hochsen­si­bel?

Nein. Viele Intro­vertierten sind zwar gle­ichzeit­ig auch hochsen­si­bel, wie die Psy­cholo­gin Elaine Aron belegt hat, aber gut 30 Prozent der Hochsen­si­blen sind extro­vertiert. Das Ner­ven­sys­tem dieser Gruppe ist außeror­dentlich empfind­lich für äußere Ein­flüsse, was noch schneller zu ein­er Reizüber­flu­tung führt.
Hochsen­si­ble sind sehr gute Beobachter, haben aber Prob­leme, wenn sie beobachtet wer­den. Meist sind sie philosophisch oder religiös ori­en­tiert und keines­falls mate­ri­al­is­tisch. Sie lieben Musik und Kun­st und kön­nen sich an ihre oft sehr leb­haften Träume erin­nern.
Ihr Leben ist durch starke Emo­tio­nen geprägt und sie sind meist hochgr­a­dig mit­füh­lend. Sie haben aber auch ego­is­tis­che Züge und manch­mal benehmen sie sich unnah­bar und unfre­undlich. Eric Mal­pass, ein englis­ch­er Schrift­steller, schrieb mal, dass Hochsen­si­ble mit ein­er dün­neren Haut durchs Leben gehen, als die meis­ten Men­schen. Gewalt­filme im Kino oder Fernse­hen ver­mei­den sie weit­ge­hend.
Das mache ich als Intro­vertierte übri­gens auch, aber eher aus dem Grund, weil ich danach schlecht schlafe. 😉

 

Sophie Krüger: Welche Her­aus­forderun­gen gibt es für Intro­vertierte?

Die größten Her­aus­forderun­gen liegen darin, sich selb­st zu akzep­tieren und sich anzunehmen. Intro­vertierte sind per­fekt wie sie sind und meist wis­sen sie gar nicht, welchen „Schatz“ sie in sich tra­gen. Dieses Poten­tial zu heben ist meine Auf­gabe als Coach, damit Frauen kün­ftig beru­flich wie pri­vat ihre Ziele leichter ver­wirk­lichen kön­nen. Du hast nur dieses eine Leben. Wenn du es nicht genießen kannst, ver­schwen­d­est du deine wertvoll­ste Leben­szeit.
Es hat auch bei mir lange gedauert, bis ich das erkan­nt habe. Heute lebe ich endlich meinen Traum und genieße ihn in vollen Zügen.

 

Sophie Krüger: Wie komm ich wieder in meine Mitte?

Kleinhenz CoachingDas, was dich gefühlt außer­halb dein­er Mitte sein lässt, ist die Tat­sache, dass du als Intro­vertierte erst alles genau durch­denken musst. Du bist gar nicht außer­halb dein­er Mitte. Von Extro­vertierten wer­den wir oft aufge­fordert eine Entschei­dung zu tre­f­fen, die wir in dem Moment ein­fach noch nicht tre­f­fen kön­nen. Wir Intros haben noch nicht alle Details durch­dacht und mögliche Even­tu­al­itäten berück­sichtigt. Das macht uns von außen gese­hen „schw­er­fäl­lig“ und „unflex­i­bel“.
Damit wir mehr in unsere Mitte kom­men und unsere Intu­ition schulen, statt alles dem Ver­stand zu über­lassen, gibt es eine schöne Men­talübung: Der Ver­trauensvorschuss.
Nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung bekommst du das zurück, was du aus­gesät hast. Dein Gegenüber spiegelt also lediglich, wie du dich ihm gegenüber ver­hältst. Wenn du jeman­dem ver­traust, bekommst du Ver­trauen zurück. Da du anziehst, wovon du bewusst oder unbe­wusst überzeugt bist, kannst du gezwun­gener­maßen nur Mis­strauen bekom­men, wenn du jeman­dem nicht ver­traust. Das wirkt dann wie eine selb­ster­fül­lende Prophezeiung.
Probier‘s mal aus und schenke eine Woche lang jedem mit dem du Kon­takt hast bewusst einen Ver­trauensvorschuss und führe abends Buch darüber.

 

Apro­pos Buch, ger­ade für uns Intros ist es sehr wichtig, dass wir uns täglich fünf Minuten Zeit nehmen und uns fol­gende Fra­gen stellen.

Was ist mir heute gut gelun­gen?
Wofür bin ich dankbar?
Was nehme ich aus dem heuti­gen Tag als „Lern­nugget“, also als Lern­chance mit?

Wir wer­den uns durch diese Übung viel schneller unseres Poten­tials bewusst und sabotieren uns nicht ständig, indem wir unzufrieden mit uns sind.

 

Sophie Krüger: Hat es auch Vorteile, intro­vertiert zu sein? Poten­ziale?

Ja, defin­i­tiv. Intro­vertierte haben meist wenige, dafür aber inten­sive Fre­und­schaften und Beziehun­gen. Sie sind sehr gute Zuhör­er und spüren Schwingun­gen zwis­chen den Zeilen.
Prob­lem­stel­lun­gen im Beruf betra­cht­en sie zunächst von allen Seit­en, bevor sie mit ein­er passenden Lösung kom­men. Das ist auch der Grund, warum sie in Teambe­sprechun­gen manch­mal ein The­ma ansprechen das für extro­vertierte Chefs schon längst abge­hakt war.
Außer­dem sind Intros Gemüts­men­schen. Mit ihnen so richtig aneinan­der zu ger­at­en ist schwierig, da sie Har­monie und eine angenehme Arbeit­sumge­bung lieben und Kon­flik­ten gerne aus dem Weg gehen.
Wenn sie Gefall­en an ein­er Tätigkeit oder einem Pro­jekt gefun­den haben, dann wach­sen sie über sich selb­st hin­aus und steck­en ihre volle Energie in das The­ma. Dabei bleiben sie behar­rlich bei der Erre­ichung ihrer Ziele, auch wenn es manch­mal etwas länger dauert, bis sie dort ankom­men.
Sie machen es eben auf ihre leise Art.
Viele Intro­vertierten sind auch aus­geprägte Per­fek­tion­is­ten. Jet­zt fragst du dich vielle­icht, wo das ein Vorteil sein soll. Aber denke mal an die vie­len großen Kon­gresse und Ver­anstal­tun­gen. Was wäre das für ein Chaos, wenn im Hin­ter­grund nicht Per­fek­tion­is­ten die Strip­pen ziehen und alles klappt wie am Schnürchen. Die Vorteile der Intro­ver­sion habe ich schon mal in einem Artikel beschrieben. vor kurzem einen Blog­a­r­tikel veröf­fentlicht.

 

Sophie Krüger: Welche Jobs / Wirkungs­bere­iche eignen sich beson­ders gut für Intro­vertierte?

Jed­er von uns ist nicht auss­chließlich intro­vertiert.
Kennst du aus dem Mathe­un­ter­richt noch die Gaußschen Verteilung? Also die Kurve die von Null auf der einen Seite nach oben steigt und auf der anderen Seite wieder auf die Null zurück­kehrt.
Ich habe mal ver­sucht das bildlich darzustellen:

Kleinhenz Coaching

Stell dir Fol­gen­des vor: Auf der einen Seite sind die Intro­vertierten und auf der gegenüber­liegen­den die Extro­vertierten. Die meis­ten Men­schen befind­en sind näher an der Mitte und reagieren je nach Sit­u­a­tion und aktueller Stim­mung mehr intro­vertiert oder auch mal extro­vertiert.
Wenn du die Skala anschaust, siehst du, dass rund 34 % der Men­schen jew­eils zu Intro- oder Extro­ver­sion neigen. Weit­ere je rund 14 % sind dann schon sehr aus­geprägte Intros oder Extros und die restlichen jew­eils gut 2 % kom­men aus ihrer jew­eili­gen extremen Ecke nicht mehr raus.
Wir haben alle einen Anteil an bei­den Per­sön­lichkeit­seigen­schaften. Jed­er weiß aber, in welch­er Umge­bung er sich wohl fühlt. Ob es eher das Ver­trieb­s­büro ist oder ein Einzel­büro in dem er konzen­tri­ert alleine arbeit­en kann.

 

 

Berufe für Intro­vertierte

Berufe wie Grafik­er, Web­de­sign­er oder Zah­n­tech­niker sind sehr kreative Berufe. Auch Social Media Man­ag­er pla­nen und organ­isieren eher im Hin­ter­grund die Aktiv­itäten großer Kam­pag­nen. Kreative Berufe sind also sehr gut geeignet für intro­vertierte Men­schen. Auch im Labor oder der Buch­hal­tung, wo es auf Genauigkeit ankommt, find­en intro­vertierte Men­schen ihre Erfül­lung.
Dein Beruf als Image­ber­a­terin, liebe Sophie, hat auch sehr viel mit Kreativ­ität zu tun. Klar, du gehst mit deinen Kundin­nen einkaufen. Aber im Vor­feld beräts du sie und zeigst ihnen was sie aus ihrem Typ alles machen kön­nen. Dabei arbeitest du meist mit jedem einzeln und sehr per­sön­lich.
Es gibt auch viele intro­vertierte Per­sön­lichkeit­en, die sich selb­st treu geblieben sind und trotz­dem erfol­gre­ich in ihrem Beruf sind: Clau­dia Schif­fer, Angela Merkel, Michelle Pfeif­fer, J.K. Rowl­ing oder Avril Lav­i­gne, die kanadis­che Sän­gerin. Daher soll­ten wir Intros alle das tun, was zu uns und unseren Bedürfnis­sen passt.

 

Wir können die Welt mit unseren persönlichen Stärken auf eine leise Weise verändern.

 

Sophie Krüger: Welche Berufe sollte man unbe­d­ingt mei­den?

Was heißt mei­den. Wenn dein Herz an einem Beruf hängt, der für dich Beru­fung ist, dann ist es gle­ich, was du tust. Du lieb­st es. Egal ob du intro­vertiert bist oder nicht.
Für Intro­vertierte auf den ersten Blick weniger geeignet sind wohl solche Berufe, bei denen man ständig im Ram­p­en­licht ste­ht. Mir fällt da spon­tan der Ver­trieb und der Außen­di­enst ein. Aber auch Kranken­schwest­er, Polizistin oder Apothek­erin hätte ich mir per­sön­lich nicht vorstellen kön­nen, auch wenn es inter­es­sante und sehr wichtige Berufe sind.

 

Sophie Krüger: Wirkt sich Intro­vertiert sein auch auf die Klei­der­wahl aus?

Über diese Frage hat­te ich bish­er nie nachgedacht. Ja, es hat tat­säch­lich eine Auswirkung.
Ich per­sön­lich klei­de mich schon nach mein­er aktuellen Stim­mungslage. Wenn ich gut drauf bin, darf es auch mal etwas Auf­fäl­ligeres sein, wie eine rote Bluse oder ein strahlend blauer Pul­li. Anson­sten bevorzuge ich dann doch eher gedeck­te Far­ben, also ein dun­kles Blau oder grau, aufgepeppt durch einen bun­ten Schal oder ein Tuch.
Inter­es­sant waren die Antworten, die ich von meinen Kundin­nen bekom­men habe.
Natür­lich ist es auch jahreszeitab­hängig, welche Klei­dung bevorzugt wird, aber klar­er Favorit war: Je nach Stim­mungslage.
Was ich selb­st schon an meinen Kundin­nen bemerkt habe und mir auch immer wieder bestätigt wird, ist die Tat­sache, dass über­wiegend schwarz getra­gen wird. Eigentlich schade, da diese Frauen mit entsprechen­den Acces­soires viel mehr aus ihrem Typ machen kön­nten. Aber wie bei vie­len intro­vertierten Frauen ist der Wun­sch nicht aufz­u­fall­en sehr tief ver­ankert. Das Risiko, dass sie als graue Maus gel­ten, gehen sie dabei gerne ein.
Auf­fäl­lig auch, dass sich einige Kundin­nen in Jeans schnell eingezwängt fühlen. Da wer­den im Früh­ling und Som­mer lieber Röcke und Klei­der getra­gen. In der restlichen Jahreszeit dann eher bequeme Jog­g­pants.

 

Sophie Krüger: Was habe ich vergessen, zu fra­gen?

Hmm, lass mich über­legen.

Vielle­icht eines noch zu Intro­ver­sion: Zahlre­iche Stu­di­en haben ergeben, dass Intro­ver­sion oder Extro­ver­sion genau wie Gewis­senhaftigkeit, Fre­undlichkeit und Pflicht­be­wusst­sein zu 40 bis 50 Prozent erblich sind.
Wir alle kom­men also mit einem vorbes­timmten Tem­pera­ment auf die Welt. Die weit­ere Entwick­lung wird dann durch die Kind­heit und den Umgang der Men­schen miteinan­der bes­timmt.
Wenn wir in ein­er für­sor­glichen und heilen Umge­bung aufwach­sen, kön­nen wir uns auch als Erwach­sene zu energiege­lade­nen großen Per­sön­lichkeit­en entwick­eln, ganz egal ob intro- oder extro­vertiert.
Allen Intro­vertierten möchte ich gerne noch sagen:

Kleinhenz Coaching

Bleib so wie du bist! Denn es gibt Menschen die dich genau sooo lieben!

 

Sophie Krüger‘s Faz­it am Ende unseres Gespräch­es:

Ich muss sagen das ist ein biss­chen gruselig. 😱 Woher weißt du so viel über mich? Wirk­lich inter­es­sant. Sich­er auch für die Leserin­nen, von denen sich einige bes­timmt wieder­erken­nen.

Lach, liebe Sophie ich danke dir für unser inter­es­santes Gespräch und die kleinen Ein­blicke in deine Welt der Mode.

Mein Faz­it:

Dass intro­vertierte Frauen ihre Stim­mung durch die richtige Klei­dung bee­in­flussen kön­nen, war mir bish­er nicht wirk­lich bewusst. Und die Idee, Out­fits die ich sehr mag zu fotografieren und diese Bilder in den Klei­der­schrank zu hän­gen finde ich richtig klasse.

Das habe ich erst durch den 2. Teil des Blog­a­r­tikels von Sophie erfahren. Hier gibt es für uns Intros noch viele weit­ere Tipps zum The­ma Stil, Stoffe, Acces­soires und Make up.

Jet­zt ist nur noch eine Frage offen:

Warum haben Intros den Tiger im Tank?

Hast du den Blog­beitrag gele­sen? Dann hast du die vie­len Stärken von uns Intro­vertierten ent­deckt.

Genau deshalb haben wir den Tiger im Tank. Wir müssen ihn nur viel öfter raus lassen. 😊

Liebe Grüße

Brigitte

Hal­lo, ich bin Brigitte Klein­henz. Stillen, angestell­ten Frauen zeige ich, wie sie im Beruf vom Herzen her erfüllt sein kön­nen. Mit der richti­gen Energie wird dein Mind­set aufge­baut, das auch zu deinen eige­nen Werten passt. Du erfährst, wie du dein volles Poten­tial ent­fal­ten kannst und was für dich wichtig ist, damit du ein glück­lich­es und sin­ner­fülltes Leben führst. Du leb­st JETZT. Sei offen für Neues und lebe deine Einzi­gar­tigkeit. Gerne unter­stütze ich dich dabei. Ich freue darauf dich ken­nen zu ler­nen.
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Kleiden sich introvertierte Frauen je nach Stimmungslage?

 

Welche Klei­dung bevorzu­gen intro­vertierte Frauen?

Eine inter­es­sante Frage, die mir die Mode­ber­a­terin Sophie Krüger von https://www.imageconsulting-berlin.de/ gestellt hat.

Darüber habe ich mir als Coach für intro­vertierte Frauen noch nie Gedanken gemacht.

Inter­es­sant waren die Antworten, mein­er Kundin­nen. Natür­lich ist es auch Jahreszeit­en­ab­hängig, welche Klei­dung bevorzugt wird, aber klar­er Favorit war: Je nach Stim­mungslage.

Kleinhenz CoachingWas ich selb­st schon an meinen Kundin­nen bemerkt habe und mir auch immer wieder bestätigt wird, ist die Tat­sache, dass über­wiegend schwarz getra­gen wird. Eigentlich schade, da diese Frauen mit entsprechen­den Acces­soires viel mehr aus ihrem Typ machen kön­nen. Aber wie bei vie­len intro­vertierten Frauen ist der Wun­sch nicht aufz­u­fall­en sehr tief ver­ankert. Das Risiko, dass sie als graue Maus gel­ten, gehen sie dabei gerne ein.

Auch die Farbe Blau dominiert in vie­len Klei­der­schränken, hier darf dann auch mal vari­iert wer­den zwis­chen hell- und dunkel­blau.

Und diejeni­gen Frauen, die gut drauf sind, tra­gen ab und zu etwas kör­per­be­ton­teres und Auf­fäl­ligeres. Manche tra­gen pink, aber die sind eher die Aus­nahme.

Und wie heißt es so schön: Aus­nah­men bestäti­gen die Regel.

Bei intro­vertierten Frauen gibt es einige, die es bunt lieben und schwarz eher mei­den. Hier fällt mir auf, dass die Mädels, wenn sie gut drauf sind, sich mehr Mühe mit einem Make-up geben und ab und an mal etwas Neues aus­pro­bieren.

Wenn die Stim­mung nicht passt, muss es vor allem eines sein: Bequem und das Gefühl von Gebor­gen­heit ver­mit­teln. Dann reicht ein Fetts­tift für die Lip­pen als Make-Up.

Aufge­fall­en ist mir, dass sich einige Kundin­nen in Jeans schnell eingezwängt fühlen. Da wer­den im Früh­ling und Som­mer viel lieber Röcke und Klei­der getra­gen. In der restlichen Jahreszeit dann eher bequeme Jog­g­pants.

Einige Kundin­nen tra­gen zwar Hosen in schwarz oder grau, dann gerne kom­biniert mit einem gle­ich­far­bigen Oberteil und far­bigen Tüch­ern oder Schals als Farb­tupfer.

Ich per­sön­lich klei­de mich ganz automa­tisch nach mein­er aktuellen Stim­mungslage. Wenn ich gut drauf bin, darf es etwas Auf­fäl­ligeres sein, wie eine rote Bluse oder ein strahlend blauer Pul­li. Anson­sten bevorzuge ich doch eher gedeck­te Far­ben, also ein dun­kles Blau oder Grautöne.

Schau doch ein­fach mal auf Sophie’s Blog vor­bei, im Beitrag “Intro­vertiert & Stil­voll, geht das?” find­est du noch mehr inter­es­sante Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen.

Sind wir Intro­vertierten so viel anders, wie Extro­vertierte? Span­nend zu erfahren, ob es hier große Unter­schiede gibt.

Schreib doch mal in den Kom­men­tar, wie es bei dir aussieht.

 

Hal­lo, ich bin Brigitte Klein­henz. Stillen, angestell­ten Frauen zeige ich, wie sie im Beruf vom Herzen her erfüllt sein kön­nen. Mit der richti­gen Energie wird dein Mind­set aufge­baut, das auch zu deinen eige­nen Werten passt. Du erfährst, wie du dein volles Poten­tial ent­fal­ten kannst und was für dich wichtig ist, damit du ein glück­lich­es und sin­ner­fülltes Leben führst. Du leb­st JETZT. Sei offen für Neues und lebe deine Einzi­gar­tigkeit. Gerne unter­stütze ich dich dabei. Ich freue darauf dich ken­nen zu ler­nen.
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Warum es mich Jahre gekostet hat zu erkennen, dass ich introvertiert bin.

 

Viele, viele Jahre wusste ich nicht, dass ich intro­vertiert bin. Woher auch? Nie­mand hat­te mir gesagt, dass ich eine stille Frau bin.

Als Kind habe ich mich gerne in meine Karl May Büch­er ver­tieft, in den wilden West­en „gebeamt“ und von den Weit­en der Prärie geträumt. Als Mäd­chen träumte ich wie so viele vom eige­nen Pferd und das war für mich die schön­ste Art mir diesen Traum zu erfüllen.

Meine Mut­ter musste mich nach­mit­tags nach den Hausauf­gaben regel­recht „aus dem Haus jagen“, damit ich mich mit anderen Jugendlichen getrof­fen habe. Ich weiß gar nicht, wie oft wir Jungs und Mädels im Wald ein „Lager gebaut“ haben, mit Blät­ter­däch­ern und einem imag­inären Lager­feuer. Unsere Fahrräder waren unsere Pferde und wir sind über die Feld­wege „gerit­ten“ als wenn eine ganze Horde Indi­an­er hin­ter uns her wäre. 😊

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Introversion im Beruf – nicht du bist das Problem, sondern dein Arbeitsplatz

 

Als intro­vertiert­er Men­sch in ein­er extro­vertierten Arbeitswelt bist du tagtäglich gefordert.

Auf der einen Seite sind die Auf­gaben, die du gerne, kom­pe­tent und zügig erledi­gen willst. Auf der anderen Seite gibt es aber auch die Her­aus­forderun­gen mit den laut­en, extro­vertierten Kol­le­gen.

Wer sich mit Steve Woz­ni­ak, dem Mit­be­grün­der von Apple schon mal näher beschäftigt hat, weiß, dass er intro­vertiert ist und sich selb­st zusät­zliche Ruhe und Pri­vat­sphäre gön­nt, damit er Spitzen­leis­tun­gen voll­brin­gen kann.

Ger­ade in der heuti­gen, schnel­llebi­gen Zeit brauchen wir entsprechende Räume, die es Men­schen erlaubt, sich zeitweise in Inter­ak­tio­nen mit Kol­le­gen zu bewe­gen. Das find­et aktuell zumeist lediglich in der Mit­tagspause in der Kan­tine statt. Auf der anderen Seite muss es die Möglichkeit geben, sich in per­sön­liche Arbeits­bere­iche zurück­zuziehen um konzen­tri­ert oder alleine arbeit­en zu kön­nen. Das ist bei den heuti­gen Großraum­büros so gut wie unmöglich.

Flex­i­ble Arbeit­sräume und ruhige Zonen

Kleinhenz CoachingEinige Fir­men haben den Wert der Einze­lar­beit aber bere­its ver­standen. Sie schaf­fen „flex­i­ble“ Arbeit­sräume die sich aus ruhi­gen Zonen, „Mark­t­plätzen“ als Tre­ff­punk­te, Lounges aber auch Leseräu­men und Dig­i­talzen­tren zusam­menset­zen. In denen kön­nen sich die Kol­le­gen miteinan­der unter­hal­ten, ohne den Arbeits­fluss der Stillen zu stören. Microsoft hat zum Beispiel für viele Angestellte ein eigenes Büro. Sie kön­nen aber durch Schiebetüren und mobile Wände entschei­den, wann es jew­eils notwendig ist mit anderen zusam­men zu arbeit­en, oder sich alleine zum Nach­denken zurück­zuziehen.

Auch Bosch geht diesen Weg, wenn auch zunächst nur in seinen Entwick­lungs­bere­ichen und im neuen Forschungscam­pus in Ren­nin­gen.

Von diesen neuen Arbeits­for­men prof­i­tieren nicht nur wir Intro­vertierten son­dern auch Extro­vertierte, die entsprechende Rück­zugsmöglichkeit­en bekom­men.

Pro­duk­tiv­ität in Großraum­büros

Kleinhenz CoachingDer Amerikan­er Tom DeMar­co, ein­er der Part­ner der Unternehmens­ber­atungs­fir­ma Atlantic Sys­tems Guild und sein Kol­lege Tim­o­thy Lis­ter haben eine Studie über die Pro­duk­tiv­ität von Mitar­beit­ern in Großraum­büros durchge­führt.

Dem­nach min­dern Großraum­büros die Pro­duk­tiv­ität und beein­trächti­gen das Gedächt­nis. Und nicht nur das, sie machen Men­schen krank, feind­selig, unmo­tiviert und unsich­er. Mitar­beit­er in Großraum­büros lei­den viel mehr unter hohem Blut­druck, erhöhtem Stress und sind anfäl­liger für Grippe.

Außer­dem führen sie weniger per­sön­liche oder ver­trauliche Gespräche und befürcht­en, dass Kol­le­gen ihre Tele­fonge­spräche belauschen.

Großraum­büros machen krank

Durch die Vielzahl an Mitar­beit­ern in Großraum­büros sind diese oft lautem und unkon­trol­lier­barem Gespräch­slärm aus­ge­set­zt, die Herzfre­quenz erhöht sich, das Stresshormon Cor­ti­sol wird ver­mehrt aus­geschüt­tet und Men­schen wer­den aggres­siv und weniger hil­fs­bere­it.

Susan Cain beschreibt in ihrem Buch „Still“ von ein­er Unter­suchung mit 38.000 Angestell­ten, quer durch alle Bere­iche. Der Umstand, in sein­er Arbeit unter­brochen zu wer­den, sei dem­nach eines der größten Hin­dernisse für die Pro­duk­tiv­ität.

*Affiliatelink/Werbelink

 

Viele Intro­vertierte scheinen das instink­tiv zu wis­sen und wehren sich dage­gen in Großraum­büros zu arbeit­en.

Kreativ­ität braucht kreatives Umfeld

Ger­ade kreative Men­schen brauchen eine kreative Umge­bung. Sie ziehen Winkel und Nis­chen vor, in denen sie sich zurückziehen und für sich sein kön­nen. Reebok hat zum Glück vor dem Neubau seine Mitar­beit­er gefragt, was sie sich wün­schen und so erfahren, dass die Ruhe und Frieden brauchen um sich konzen­tri­eren zu kön­nen.

Wenn per­sön­lich­er Freiraum eine zwin­gende Voraus­set­zung für Kreativ­ität ist, so gilt das auch für die Frei­heit vom „Grup­pen­druck“.

Oder ist es wom­öglich eine Tem­pera­ments-Sache, ob ich gerne alleine oder im großen Büro mit vie­len Kol­le­gen arbeite?

Pro­fes­sor Jerome Kagan, ein­er der großen Entwick­lungspsy­cholo­gen aus Har­vard, hat die Gehirne von Intro­vertierten und Extro­vertierten unter­sucht, um den Ursprün­gen des men­schlichen Tem­pera­ments auf die Schliche zu kom­men. Er wid­mete sich mit sein­er Forschung der emo­tionalen und kog­ni­tiv­en Entwick­lung von Kindern. Er hat viele bahn­brechende Langzeit­stu­di­en gemacht vom Säugling bis zur Jugend und Per­sön­lichkeitsmerk­male doku­men­tiert.

Die Per­sön­lichkeit ist dem­nach ein sehr kom­plex­es Gebilde, das sich erst her­aus­bildet, nach­dem per­sön­liche Erfahrun­gen als Kind und Jugendlich­er und auch gesellschaftliche Ein­flüsse dazukom­men. Dem­nach kön­nte man sagen: Tem­pera­ment ist das Fun­da­ment und die Per­sön­lichkeit das darauf gebaute Haus.

Intro­vertierte reagieren sen­si­bler auf äußere Reize wie Lärm, Unter­brechun­gen oder auch auf eine Besprechung mit vie­len Men­schen. Dabei brauchen Intro­vertierte und Extro­vertierte oft einen ver­schieden hohen Grad an Stim­u­la­tion, um in Höch­st­form zu kom­men.

Geräuschempfind­lichkeit sehr unter­schiedlich

Bei einem sehr bekan­nten Exper­i­ment gab man Intro­vertierten und Extro­vertierten eine schwierige Auf­gabe und bat sie durch Aus­pro­bieren das dahin­ter­liegende Prinzip her­auszufind­en. Während des Exper­i­ments tru­gen alle Ver­suchsper­so­n­en Kopfhör­er über die Geräusche einge­spielt wur­den. Sie durften die Laut­stärke so ein­stellen, dass es für sie „genau richtig“ war. Inter­es­san­ter­weise wählten die Extro­vertierten einen Geräusch­pegel von 72 Dez­i­bel. Die Intro­vertierten dage­gen einen Geräusch­pegel von 55 Dez­i­bel. Gle­ichzeit­ig wur­den die Herzfre­quen­zen bei­der Ver­suchs­grup­pen gemessen. Bei­de Grup­pen schnit­ten gle­ich gut bei den Lösun­gen ab.

Danach wur­den die Intro­vertierten und Extro­vertierten mit den jew­eili­gen Geräusch­pegeln der anderen Gruppe in der zuvor bevorzugten Stärke aus­ge­set­zt. Also der hohe Geräusch­pegel bei den Intro­vertierten und der niedrigere bei den Extro­vertierten. Der hohe Geräusch­pegel hat­te bei den Intro­vertierten eine Leis­tungssenkung zur Folge und gle­ichzeit­ig braucht­en sie im Schnitt 9,1 statt zuvor 5,8 Ver­suche, um die Lösung zu find­en. Die Extro­vertierten dage­gen braucht­en 7,3 statt 5,4 Ver­suche, die sie bei der höheren Laut­stärke gebraucht hat­ten.

Das zeigt sehr beein­druck­end, dass sich Intro­vertierte ihre Energie aus der Stille holen.

Mitar­beit­erbindung wichtiger denn je

Fir­men­bosse tun also gut daran, sich zu über­legen, wie sie kün­ftig ihre Mitar­beit­er pos­i­tiv bee­in­flussen und stim­ulieren kön­nen und die dafür notwendi­gen Räume schaf­fen. Denn so kön­nen bei­de, extro­vertierte und intro­vertierte Mitar­beit­er opti­mal arbeit­en, ihre Kreativ­ität zum Blühen und das Unternehmen vor­wärts brin­gen.

Ich möchte behaupten, dass viele Fehlt­age reduziert wer­den, wenn Mitar­beit­er in die Pla­nun­gen neuer Arbeits­bere­iche ein­be­zo­gen und gefragt wer­den, was ihnen wichtig ist. In Zeit­en des Fachkräfte­man­gels wird dies sicher­lich noch wichtiger wer­den.

Also Ihr Chefs da draußen, wacht endlich auf und tut euren Unternehmen und Mitar­beit­ern etwas Gutes.

Aktuell läuft vom Fraun­hofer-Insti­tuts für Arbeitswirtschaft und Organ­i­sa­tion IAO die Studie »TEAMAS«. Mit Hil­fe der Stu­di­energeb­nisse wird erforscht, welchen Ein­fluss die Arbeit­sumge­bung auf Teams und Tea­mar­beit hat. Führungskräfte kön­nen so her­aus­find­en, wie erfol­gre­ich Ihre Tea­mar­beit war und wie gut Ihr Arbeit­sum­feld für Tea­mar­beit geeignet ist.

Men­schen die erkan­nt haben, wann sie sich energiege­laden­er und lebendi­ger fühlen, haben die Kraft, Jobs zu ver­lassen, die sie erschöpfen. Sie wer­den etwas Neues begin­nen, das ihnen mehr Spaß macht. Es wäre doch schade wenn du deswe­gen deine guten Mitar­beit­er ver­lierst.

Intro­vertierte Mitar­beit­er sind wichtige Eckpfeil­er deines Unternehmens. Lass diesen „Schmetter­ling“, wie ich die Intro­ver­sion gerne nenne, fliegen und nutze deren Stärken.

Deine Brigitte

Hal­lo, ich bin Brigitte Klein­henz. Stillen, angestell­ten Frauen zeige ich, wie sie im Beruf vom Herzen her erfüllt sein kön­nen. Mit der richti­gen Energie wird dein Mind­set aufge­baut, das auch zu deinen eige­nen Werten passt. Du erfährst, wie du dein volles Poten­tial ent­fal­ten kannst und was für dich wichtig ist, damit du ein glück­lich­es und sin­ner­fülltes Leben führst. Du leb­st JETZT. Sei offen für Neues und lebe deine Einzi­gar­tigkeit. Gerne unter­stütze ich dich dabei. Ich freue darauf dich ken­nen zu ler­nen.
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